Paion: Jahresbericht sorgt für Aktien-Desaster

Das Pharmaunternehmen Paion veröffentlichte seine Jahresbilanz für das vergangene Geschäftsjahr und löste damit einen Absturz der Aktie von bisher mehr als 16% aus. Dabei war das vergangene Geschäftsjahr nach Aussage des Vorstandsvorsitzenden Dr. Wolfgang Söhngen ein sehr positives Jahr.

© Pixabay
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Paion setzt alles auf eine Karte

Der Fokus von Paion liegt nach wie vor einzig auf der Weiterentwicklung von Remimazolam, ein intravenös verabreichtes Anästhetikum. Während im Berichtszeitraum keine wesentlichen Umsatzerlöse anfielen, wurden weitere Investitionen in die oben genannte Entwicklung getätigt. Der Jahresfehlbetrag lag mit 28,2 Mio. Euro im Rahmen der erwarteten Spanne von 27 bis 29 Mio.

Auch die Kosten für Forschung und Entwicklung lagen mit 29,4 Mio. Euro in dem prognostizierten Bereich von 27 bis 30 Mio. Euro. Der Bestand an Finanzmitteln sank planmäßig per Ende Dezember bei 32,7 Mio. Euro.

Phase-III-Studien laufen

Im letzten Jahr begann ein Phase-III-Programm mit Remimazolam in den USA und eine Phase-III-Studie in der EU. Für dieses Jahr liegt der Fokus auf der weiteren Durchführung des Phase-III-Entwicklungsprogramms in den USA. Zugleich wird die Produktionsentwicklung für den Wirkstoff weiter vorangetrieben. Sowohl für die USA als auch die EU strebt Paion die Eigenvermarktung von Remimazolam an, bleibt jedoch auch offen für Partnerschaften, wenn diese attraktiver als die Eigenvermarktung erscheinen.

Blick nach vorn

Allerdings rechnet man auch in diesem Geschäftsjahr nicht mit Umsatzerlösen. Die Kosten für Forschung und Entwicklung werden weiter belasten, sollen jedoch gegenüber dem Vorjahr geringer ausfallen. Damit soll der Jahresfehlbetrag sinken und zwischen 24,5 bis 27,5 Mio. Euro liegen.

Der Markt zeigte sich überaus deutlich enttäuscht von dem Ergebnis. In der Folge musste die Aktie bei XETRA bereits mehr als 16% abgeben, Ende noch offen.

160322 Paion

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