Palantir: 300-Millionen-Vertrag mit USDA
Palantir erhält einen mehrjährigen Großauftrag zur Digitalisierung der US-Landwirtschaftsbehörde. Das operative Geschäft wächst stark, doch die Aktie bleibt hinter den Erwartungen zurück.

- Mehrjähriger Vertrag zur Modernisierung von USDA-Daten
- Starkes Umsatzwachstum im vierten Quartal 2025
- Aktienkurs deutlich unter 52-Wochen-Hoch
- Strategische Diversifizierung zu zivilen Behörden
300 Millionen Dollar, ein Landwirtschaftsministerium und ein Unternehmen, das bisher vor allem für Geheimdienstarbeit bekannt ist. Palantir weitet sein Geschäft mit zivilen Behörden aus — und der neue Vertrag mit dem USDA zeigt, wie ernst es dem Konzern damit ist.
Daten für Bauern statt Drohnen
Das Abkommen trägt den Namen „Blanket Purchase Agreement“ und läuft über mehrere Jahre. Im Kern geht es um die Initiative „One Farmer, One File“: Palantir soll veraltete Datensysteme des Ministeriums in eine zentrale Plattform überführen. Bauern erhalten damit bessere Einblicke in ihre eigenen Daten und können Behördengänge digital erledigen.
Die technische Basis ist das Landmark-System. Es hatte sich bereits bewährt: Im Februar 2026 wickelte die Plattform das 11-Milliarden-Dollar-Programm „Farmer Bridge Assistance“ ab. In den ersten fünf Tagen flossen dabei 4,4 Milliarden Dollar als Direktzahlungen an Landwirte.
Das neue System soll Daten aus Quellen wie Feldsensoren, Wettersatelliten, Importregistern und Seuchenüberwachung bündeln. Palantir betont ausdrücklich: Es handle sich um ein internes USDA-Projekt. Eine Weitergabe von Daten an andere Behörden sei nicht geplant.
Zahlen, die überzeugen — und ein Kurs, der hinkt
Das operative Geschäft läuft gut. Im vierten Quartal 2025 erzielte Palantir einen Umsatz von 1,41 Milliarden Dollar — ein Plus von 70 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Gewinn je Aktie lag bei 0,25 Dollar und übertraf damit die Erwartungen der Analysten.
An der Börse spiegelt sich das nur bedingt wider. Die Aktie notiert aktuell bei rund 126 Euro und liegt damit knapp 30 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch vom November 2025. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von rund 12 Prozent. Der Analystenkonsens aus 29 Bewertungen lautet „Moderate Buy“, das durchschnittliche Kursziel liegt bei 197 Dollar — deutlich über dem aktuellen Niveau.
Zivilgeschäft wächst, Kritik bleibt
Der USDA-Vertrag ist Teil einer bewussten Strategie. Palantir diversifiziert weg vom reinen Verteidigungsgeschäft hin zu zivilen Behörden. Das Unternehmen steht allerdings weiterhin unter Beobachtung wegen seiner militärischen Anwendungen. Berichte vom selben Tag thematisierten die Rolle des Unternehmens bei sogenannten „algorithmischen Kill Chains“ — KI-Systemen, die Zielidentifikationen auf Sekunden komprimieren.
CEO Alex Karp veröffentlichte parallel ein Positionspapier zu den moralischen Pflichten des Silicon Valley. Er diskutiert darin Themen wie Wehrpflicht und die Verantwortung von Technologieunternehmen gegenüber der nationalen Verteidigung. Neue finanzielle oder vertragliche Informationen enthielt das Dokument nicht.
Der Spagat zwischen Wachstum im zivilen Sektor und dem Ruf als Rüstungstechnologieanbieter bleibt das zentrale Spannungsfeld für Palantir. Ob der USDA-Vertrag das Bild in der Öffentlichkeit nachhaltig verschiebt, wird sich an den nächsten Quartalszahlen und weiteren Behördenaufträgen ablesen lassen.
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