Palantir Aktie: 200-Dollar-Ziel von UBS trotz KI-Konkurrenz

Trotz Rekordumsatz und angehobener Prognose leidet die Palantir-Aktie unter wachsender Konkurrenz im KI-Sektor.

Die Kernpunkte:
  • UBS und Baird bestätigen Kaufempfehlung
  • Umsatzplus von 85 Prozent im ersten Quartal
  • Jahresprognose auf über 7,6 Milliarden angehoben
  • Aktie notiert 20 Prozent unter Jahresstart

Starke Zahlen, schwacher Kurs. Bei Palantir klaffen operatives Geschäft und Börsenbewertung weit auseinander. Analysten sehen massive Kurschancen. Investoren fürchten hingegen die wachsende Konkurrenz im KI-Sektor.

Konkurrenz für das Daten-Monopol

Die Schweizer Großbank UBS hält an ihrer Kaufempfehlung fest. Analyst Karl Keirstead ruft ein Kursziel von 200 US-Dollar auf. Auch Baird bestätigt das positive Votum nach Treffen mit dem Management. Im Zentrum der Gespräche stand der strategische Burggraben von Palantir.

Schwergewichte wie OpenAI, Anthropic und Databricks drängen in den Markt. Sie entwickeln eigene Daten- und Kontextschichten. Diese ähneln der Kernarchitektur von Palantir stark. Das Management hält dagegen. Reine Sprachmodell-Anbieter werden laut Palantir kaum erfolgreich in die tieferen Datenschichten vordringen.

Rekordwachstum trifft auf Skepsis

Operativ liefert der Softwarekonzern beeindruckende Zahlen. Der Umsatz stieg im ersten Quartal um 85 Prozent auf 1,63 Milliarden US-Dollar. Besonders das US-Geschäft mit Firmenkunden boomt.

Palantir meldete reihenweise neue Großverträge. Daraufhin hob der Vorstand die Jahresprognose an. Der Umsatz soll nun auf über 7,6 Milliarden US-Dollar steigen. Auch der erwartete freie Cashflow wächst auf bis zu 4,4 Milliarden US-Dollar.

Chartbild bleibt eingetrübt

An der Börse spiegelt sich diese Dynamik nicht wider. Die Aktie notiert aktuell bei 114,42 Euro. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von rund 20 Prozent auf der Anzeigetafel.

Wichtige technische Marken sind weit entfernt. Der Kurs liegt deutlich unter der 200-Tage-Linie von 137,29 Euro. Zum 52-Wochen-Hoch fehlt sogar ein Aufschlag von über 36 Prozent. Die Folge: Anleger preisen weiterhin hohe Risiken ein.

Das starke Umsatzwachstum allein reicht dem Markt derzeit nicht. Investoren fordern handfeste Beweise. Palantir muss zeigen, dass Kunden trotz neuer KI-Konkurrenz bei der teuren Kernsoftware bleiben. Solange diese strategische Verteidigungslinie nicht zweifelsfrei steht, dürfte die Aktie ihren Bewertungsabschlag behalten.

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