Palantir Aktie: 43 Prozent Plus in 30 Tagen

Palantir-Aktie steigt trotz Insider- und ARK-Verkäufen weiter. Starke Quartalszahlen und Pentagon-Aufträge stützen die positive Kursentwicklung.

Die Kernpunkte:
  • ARK Invest verkauft Palantir-Anteile
  • Insider nutzen vordefinierte Handelspläne
  • Umsatzsprung um 93 Prozent
  • Analysten erhöhen Kursziele

Der Kurs von Palantir Technologies zeigt sich weiterhin robust gegenüber Gewinnmitnahmen durch Großinvestoren und interne Führungskräfte. Während institutionelle Anleger wie Cathie Woods ARK Invest am vergangenen Freitag Positionen im Millionenwert veräußerten, schloss das Papier mit einem Plus von 3,4 % bei 154,08 €. Damit setzt sich die Kursdynamik fort, die durch die starken Geschäftszahlen von vor gut drei Wochen ausgelöst wurde. In den vergangenen 30 Tagen verzeichnete die Aktie bereits einen Wertzuwachs von 43 %.

Cathie Wood und Insider reduzieren Bestände

Am vergangenen Freitag veräußerte ARK Invest Palantir-Aktien im Wert von rund 27,2 Millionen US-Dollar. Medienberichten zufolge schichtete der Fonds die Mittel zeitgleich in SpaceX um. Dies war nicht der einzige größere Abverkauf seit der Vorlage der Quartalsergebnisse. Seit dem Geschäftsbericht von vor gut drei Wochen summierte sich das Verkaufsvolumen von ARK Invest bis Mitte August bereits auf 21 Millionen US-Dollar.

Auch im Management von Palantir kam es zu Umschichtungen. Direktor Alexander D. Moore trennte sich am 17. August von 16.000 Aktien der Klasse A. Diese Transaktion wurde laut einer Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht zu gewichteten Preisen zwischen 173 und 176 US-Dollar durchgeführt.

Zuvor hatte bereits CTO Shyam Sankar am 6. August 35.000 Aktien abgestoßen. Sankar veräußerte die Papiere zu Durchschnittspreisen zwischen 153,07 und 157,52 US-Dollar.

Beide Verkäufe durch die Führungsebene erfolgten im Rahmen vordefinierter Handelspläne gemäß der US-Börsenregel Rule 10b5-1. Solche Pläne werden lange im Voraus festgelegt, um Vorwürfe des Insiderhandels zu vermeiden. Sie lösen automatische Transaktionen aus, sobald bestimmte Kriterien oder Zeitpunkte erreicht sind, unabhängig von der aktuellen Marktentwicklung.

Operative Stärke im Verteidigungs- und KI-Sektor

Trotz dieser Verkäufe stützen fundamentale Entwicklungen das Vertrauen der Anleger. Ein wesentlicher Treiber war der Quartalsbericht von vor gut drei Wochen. In diesem Zeitraum meldete das Unternehmen einen Umsatzsprung auf 1,94 Milliarden US-Dollar, was einer Steigerung von 93 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Besonders das kommerzielle Geschäft wuchs mit einem Plus von 149 % auf 764 Millionen US-Dollar deutlich über den Erwartungen.

Zusätzliche Impulse kamen aus dem Verteidigungssektor. Ein Pentagon-Memo von vor gut drei Wochen sah vor, dass das US-Verteidigungsministerium Dienstleistungen im Wert von bis zu 243,9 Millionen US-Dollar ohne Wettbewerbsverfahren bei Palantir einkauft. Dieser Auftrag unterstreicht die Sonderstellung des Unternehmens bei der Digitalisierung militärischer Infrastruktur und läuft bis Ende März 2027.

Analysten heben die Kursziele an

Die Reaktionen aus den Analysehäusern fielen nach den jüngsten Entwicklungen positiv aus. Deutsche Bank stufte den Titel am 4. August von „Hold“ auf „Buy“ hoch und bestätigte ein Kursziel von 200 US-Dollar. Die Experten bezeichneten den jüngsten Geschäftsbericht als außergewöhnlich. Das hohe Auftragsvolumen unterstreicht diesen Trend: Das gesamte Vertragsvolumen stieg laut Unternehmensangaben um 49 % auf 3,37 Milliarden US-Dollar.

Am 10. August zog Phillip Securities nach und erhöhte das Kursziel für Palantir von 202 auf 215 US-Dollar. Analysten der Bank of America äußerten sich am 11. August ebenfalls optimistisch und verwiesen zur Begründung auf die erfolgreiche Strategie des Unternehmens im Bereich der Künstlichen Intelligenz. Anleger honorieren diese Entwicklung, was die Aktie trotz der jüngsten Verkäufe durch Insider und Großfonds nahe ihrem bisherigen Aufwärtstrend hält.

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