Palantir Aktie: Alarmstufe greifbar?
Palantir-Aktie verzeichnet 16% Verlust im November trotz operativer Stärke. Während Michael Burry auf fallende Kurse setzt, erhöhen Pensionsfonds ihre Positionen massiv bei extrem hoher Bewertung.

- 16 Prozent Kursverlust im November
- Michael Burry wettet mit Puts auf Abwärtsbewegung
- Pensionsfonds erhöhen Position um 132 Prozent
- Umsatzwachstum von 63 Prozent im dritten Quartal
- Insider verkaufen Aktien für 186 Millionen Dollar
Palantir ist zweifellos einer der großen Gewinner des Jahres – doch hinter der Fassade des KI-Highflyers braut sich ein gefährlicher Sturm zusammen. Während das Unternehmen operativ glänzt, tobt an der Wall Street ein erbitterter Streit über den wahren Wert der Aktie. Wenn Star-Investoren wie „The Big Short“-Legende Michael Burry auf fallende Kurse wetten und gleichzeitig Pensionsfonds massiv aufstocken, müssen Anleger hellhörig werden: Steht die Aktie vor dem nächsten Kurssprung oder vor dem Platzen einer gewaltigen Blase?
Bewertung völlig abgehoben?
Der November war für Palantir-Aktionäre alles andere als erfreulich. Mit einem Monatsverlust von rund 16 Prozent verzeichnete das Papier die schlechteste Performance seit August 2023. Der Grund für die Nervosität liegt auf der Hand: Die Bewertung hat Dimensionen erreicht, die selbst für Technologie-Optimisten schwer zu rechtfertigen sind.
Trotz der jüngsten Korrektur und einem Schlusskurs von 145,14 Euro am Freitag wird das Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von über 400 Milliarden Dollar bewertet. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) bewegt sich je nach Berechnungsmethode in astronomischen Höhen zwischen 366 und 409. Auch das Umsatz-Multiple (EV/Sales) für 2025 wird auf fast das 90-Fache geschätzt. Diese Kennzahlen schreien förmlich nach Perfektion – jeder kleinste Fehltritt könnte bestraft werden.
Machtkampf der Investoren
Besonders brisant ist die aktuelle Spaltung bei den professionellen Marktteilnehmern. Hier stehen sich zwei Lager unversöhnlich gegenüber:
- Die Bullen: Große Institutionen kaufen aggressiv nach. Der New York State Common Retirement Fund erhöhte seine Position im zweiten Quartal um satte 132 Prozent auf über 2,5 Millionen Aktien. Auch Millennium Management deckte sich Berichten zufolge massiv ein.
- Die Bären: Auf der Gegenseite steht Michael Burry. Der berühmte Hedgefonds-Manager hat Put-Optionen gegen Palantir erworben und wettet damit direkt auf fallende Kurse.
- Die Insider: Noch beunruhigender für Privatanleger ist das Verhalten derer, die es am besten wissen müssen. In den letzten 90 Tagen haben Unternehmensinsider, darunter CEO Alexander Karp, Aktien im Wert von rund 186 Millionen Dollar verkauft.
Zahlen sprechen andere Sprache
Wer nur auf den Aktienkurs schaut, übersieht leicht die operative Stärke, die Palantir im dritten Quartal 2025 demonstrierte. Das Geschäft brummt: Der Umsatz sprang um fast 63 Prozent auf 1,18 Milliarden Dollar und übertraf damit die Erwartungen deutlich. Auch der Gewinn pro Aktie lag mit 0,21 Dollar über den Prognosen.
Besonders beeindruckend ist die Effizienz des Unternehmens. Mit einem sogenannten „Rule of 40“-Wert von 114 Prozent – einer Kennzahl, die Wachstum und Gewinnmarge kombiniert – spielt Palantir in einer eigenen Liga. Das fundamentale Wachstum ist real, doch die Frage bleibt, ob es den aktuellen Aktienpreis rechtfertigt.
Die Situation gleicht einem Pulverfass. Da die nächsten Quartalszahlen erst im Februar 2026 anstehen, wird der Kurs vorerst zum Spielball der Marktstimmung. Wenn Insider Kasse machen, während Institutionen kaufen, ist Vorsicht geboten. Der Kampf um die Deutungshoheit bei Palantir hat gerade erst begonnen.
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