Palantir Aktie: Anthropic als Bedrohung
Ein Post des Investors Michael Burry löste einen Kurssturz bei Palantir aus. Er sieht die hohe Bewertung als Blase und den KI-Rivalen Anthropic als wachsende Bedrohung für das Kerngeschäft.

- Burrys Warnung löste massiven Kursrutsch aus
- Anthropic gewinnt rasant Marktanteile
- Palantir wächst trotzdem weiter stark
- Hohe Bewertung bleibt zentrales Risiko
Michael Burry hat sich zu Wort gemeldet – und der Markt reagierte prompt. Ein inzwischen gelöschter Social-Media-Post des Scion-Asset-Management-Gründers löste heute einen Kursrutsch von mehr als 7 % aus und vernichtete über 23 Milliarden Dollar an Marktkapitalisierung. Der Vorwurf: Anthropic fresse Palantir den Markt weg.
Burrys Kernthese
Burry, der seit Ende 2025 Short-Positionen gegen Palantir hält, bezeichnete die aktuelle Bewertung als „Blase“. Sein zentrales Argument: Das KI-Startup Anthropic gewinne rasant Marktanteile – gerade in den Bereichen Regierung und Militär, die zum Kerngeschäft von Palantir zählen.
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Die Zahlen, die Burry anführte, sind bemerkenswert. Anthropics Annual Recurring Revenue soll von 9 Milliarden auf 20 bis 30 Milliarden Dollar gestiegen sein. Zum Vergleich: Palantir brauchte 20 Jahre, um die Marke von 5 Milliarden Dollar Jahresumsatz zu erreichen. Burry zufolge entfallen inzwischen rund 73 % der neuen Enterprise-KI-Ausgaben auf Anthropic – mit Lösungen, die als einfacher zu implementieren und kostengünstiger gelten als Palantirs plattformzentrierter Ansatz.
Neue Produkte erhöhen den Druck
Zusätzlich befeuerte Anthropics jüngste Produktoffensive die Marktsorgen. Mit dem Launch von „Managed Agents“ und dem neuen KI-Modell „Mythos“ lieferte das Unternehmen konkrete technische Belege für seinen Vorsprung. Laut Systemkarte des Mythos-Modells verbesserte sich die Performance im Terminal Bench 2.0 um 17 Prozentpunkte gegenüber der Vorgängerversion. Branchenanalysten sehen darin ein erhebliches Disruptions-Risiko für etablierte SaaS-Anbieter.
Ob Anthropics Vorstoß tatsächlich Palantirs Wachstumsstory gefährdet, ist angesichts der eigenen Zahlen zunächst schwer zu beurteilen. Im vierten Quartal 2025 wuchs der Umsatz auf 1,41 Milliarden Dollar – ein Plus von 70 % gegenüber dem Vorjahr. Der US-Commercial-Bereich legte sogar um 137 % auf 507 Millionen Dollar zu, das US-Government-Segment um 66 % auf 570 Millionen Dollar.
Bewertung bleibt das zentrale Problem
Trotz dieser Wachstumszahlen bleibt die Bewertung das eigentliche Spannungsfeld. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt regelmäßig oberhalb von 200x – ein Niveau, das wenig Spielraum für Enttäuschungen lässt. Seit dem Allzeithoch im Oktober 2025 bei 207,52 Dollar hat die Aktie rund 37 % verloren, seit Jahresbeginn steht ein Minus von über 22 %.
Für das Gesamtjahr 2026 peilt das Management einen Umsatz zwischen 7,18 und 7,20 Milliarden Dollar an, was einem Wachstum von 61 % entspräche. Analysten-Kursziele reichen aktuell von 180 bis 260 Dollar, der Konsens liegt bei rund 198 Dollar. Die Quartalszahlen für das erste Quartal 2026 werden im Mai erwartet – dann dürfte sich zeigen, ob Anthropics Wachstum bereits Spuren in Palantirs Neukundengeschäft hinterlassen hat.
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