Palantir Aktie: Bewertung auf Extremniveau
Palantir übertrifft Erwartungen mit starkem Umsatzwachstum, doch das extrem hohe Kurs-Umsatz-Verhältnis von 80 wirft Fragen zur Nachhaltigkeit der Bewertung auf.

- UBS erhöht Kursziel auf 200 Dollar
- Quartalsumsatz steigt um 70 Prozent
- Kurs-Umsatz-Verhältnis bei extremen 80
- Auftragsbestand beläuft sich auf 11,2 Milliarden
Ein UBS-Upgrade auf 200 Dollar Kursziel, starke Quartalszahlen und ein Auftragsbestand von 11,2 Milliarden Dollar — die Nachrichten rund um Palantir klingen durchweg positiv. Und dennoch bleibt eine zentrale Spannung bestehen: Rechtfertigen die Fundamentaldaten wirklich eine der höchsten Bewertungen am gesamten US-Markt?
Analysten drehen weiter auf
UBS hat sein Kursziel von 180 auf 200 Dollar angehoben und folgt damit einem breiten Trend unter Finanzinstituten. Mizuho bekräftigte am Donnerstag sein „Outperform“-Rating mit einem Ziel von 195 Dollar. Das durchschnittliche Kursziel aller Analysten liegt laut MarketBeat nun bei 196,32 Dollar — was gegenüber dem aktuellen Kurs ein Aufwärtspotenzial von rund 26 Prozent impliziert.
Untermauert wird der Optimismus durch die Q4-2025-Zahlen: Palantir erzielte einen Gewinn je Aktie von 0,25 Dollar und übertraf damit die Konsensschätzung von 0,23 Dollar. Der Quartalsumsatz kletterte auf 1,41 Milliarden Dollar — ein Plus von 70 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Bewertung jenseits historischer Normen
Trotz der starken Zahlen bleibt die Bewertungsfrage drängend. Das Kurs-Umsatz-Verhältnis liegt derzeit bei rund 80 — verglichen mit einem S&P-500-Durchschnitt von etwa 3. Analysen von The Motley Fool zeigen: Historisch haben nur 10 Prozent der S&P-500-Unternehmen mit einem KUV über 40 den Markt über drei Jahre hinweg geschlagen. Das KGV bewegt sich nahe 247.
CEO Alex Karp argumentiert, klassische Bewertungsmetriken erfassten Palantirs Wachstumspotenzial nicht vollständig. Kritiker halten dagegen, dass 77 Prozent des Umsatzes weiterhin aus den USA stammen. Das internationale Handelsgeschäft wuchs zuletzt nur um 8 Prozent im Jahresvergleich — ein Tempo, das die hohe Bewertung kaum stützt.
Institutionelle Käufe, Insider-Verkäufe
Auf institutioneller Seite zeigt sich ein gemischtes Bild. Grant Private Wealth Management erhöhte seine Position im vierten Quartal um 42,2 Prozent, Swiss Life Asset Management stockte seinen Anteil um 5,6 Prozent auf. Farmers Trust Co. hingegen reduzierte seine Position um 10,5 Prozent.
Intern haben Führungskräfte — darunter CEO Alexander Karp — in den vergangenen 90 Tagen Aktien im Wert von rund 140,5 Millionen Dollar verkauft. Insider halten dennoch weiterhin rund 9,23 Prozent der ausstehenden Aktien.
Operativ treibt Palantir die internationale Expansion voran: Am heutigen Freitag traf sich Aserbaidschans Minister für digitale Entwicklung mit Unternehmensvertretern in Großbritannien. Themen waren nationale Datenintegration, Cybersicherheit und die Überwachung kritischer Infrastruktur. Zusammen mit dem bestehenden Auftragsbestand von 11,2 Milliarden Dollar sowie Partnerschaften mit Nvidia und der US-Marine liefert das Unternehmen Argumente für weiteres Wachstum — die Frage ist nur, zu welchem Preis.
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