Palantir Aktie: Cashflow-Prognose steigt auf 4,4 Milliarden
Palantir veröffentlicht am 3. August Q2-Zahlen. Analysten erwarten starkes Wachstum, doch die Aktie notiert deutlich unter ihren Trendlinien.

- Quartalszahlen am 3. August erwartet
- Umsatzprognose: 1,8 Milliarden Dollar
- Aktie 32 Prozent unter Jahreshoch
- Bewertung bleibt umstritten
Palantir steht vor einem entscheidenden Termin. Am Montag, den 3. August, legt der Softwarekonzern seine Zahlen zum zweiten Quartal vor. Die Aktie hat 2026 bereits 32 Prozent verloren. Die Frage lautet: Kann der Bericht diesen Trend brechen?
Die Wall Street erwartet viel. Analysten rechnen im Konsens mit 1,8 Milliarden Dollar Umsatz und einem Gewinn je Aktie von 0,35 Dollar. Das entspräche einem Umsatzwachstum von 80 Prozent und einem Gewinnsprung von 169 Prozent im Jahresvergleich.
Oppenheimer geht noch weiter. Die Bank rechnet mit einer Wachstumsbeschleunigung von rund 85 Prozent – deutlich über Palantirs eigener Prognose von etwa 79 Prozent. Die Analysten erwarten zudem, dass der Konzern seine Jahresprognose anhebt, die bislang bei 71 Prozent Wachstum liegt.
Ein starkes erstes Quartal als Messlatte
Der Druck, zu liefern, folgt auf einen bemerkenswerten Jahresstart. Der bereinigte freie Cashflow stieg im ersten Quartal um 150 Prozent auf 925 Millionen Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie legte im ähnlichen Tempo zu und erreichte 33 Cent.
CEO Alex Karp denkt noch größer. Gegenüber CNBC nannte er ein Ziel von 15 bis 18 Milliarden Dollar freiem Cashflow über zwei Jahre.
Trotz dieser Zahlen blieb die Kursreaktion in der Vergangenheit verhalten. Der stark auf Regierungsaufträge ausgerichtete Kundenstamm hat Palantir vor Teilen der breiten KI-Marktvolatilität geschützt. Frühere Quartalsberichte lieferten starke Ergebnisse, ohne den Kurs zu bewegen – zum Ärger jener Investoren, die auf die nackten Zahlen verweisen.
Die Bewertung bleibt der Streitpunkt
Der Kern der Debatte dreht sich um die richtige Wachstumsannahme für die Zukunft. Skeptische Analysten kalkulieren mit 20 bis 30 Prozent jährlichem Wachstum. Bei dieser Annahme wirkt die Bewertung von über dem 100-Fachen des erwarteten Gewinns und einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von fast 65 kaum zu rechtfertigen.
Bullische Stimmen halten dagegen. Die jüngste Geschäftsentwicklung übertrifft diese konservativen Modelle bereits deutlich. Palantir hob seine Jahresprognose für den bereinigten freien Cashflow 2026 auf 4,2 bis 4,4 Milliarden Dollar an – ein Wert, der über dem liegt, was ein Wachstumsmodell von 20 bis 30 Prozent vorhersagen würde.
Einige Analysten bleiben trotz der schwachen Kursentwicklung optimistisch und nennen Kursziele deutlich über dem aktuellen Niveau. Prominente Kritiker halten dagegen an ihrer skeptischen Bewertungshaltung fest.
Charttechnik zeigt anhaltende Schwäche
Der Kurs notiert derzeit klar unter seinen längerfristigen Trendlinien. Zum Schluss am Freitag bei 106,82 Euro liegt die Aktie fast 6 Prozent unter dem 50-Tage-Durchschnitt und gut 18 Prozent unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 130,37 Euro. Vom 52-Wochen-Hoch aus dem November trennen die Aktie mittlerweile über 40 Prozent.
Ein RSI-Wert von 43,5 deutet weder auf eine überkaufte noch auf eine überverkaufte Situation hin. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität von gut 53 Prozent zeigt jedoch, wie viel Unsicherheit der Markt vor dem Bericht einpreist.
Der Montag wird damit zur echten Weggabelung. Bestätigen die Zahlen die Wachstumsstory rund um staatliche und kommerzielle KI-Nachfrage, könnte das die monatelange Kursschwäche beenden. Enttäuschen sie, dürften die Bewertungssorgen der Skeptiker weiter im Vordergrund stehen.
Palantir-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Palantir-Analyse vom 1. August liefert die Antwort:
Die neusten Palantir-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Palantir-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 1. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Palantir: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




