Palantir Aktie: Goldman Sachs stuft auf Kaufen hoch
Goldman Sachs setzt das Kursziel auf 230 US-Dollar; Zacks Research senkt seine Einstufung auf Hold.

- Goldman Sachs stuft Palantir auf Buy
- Zwölfmonatskursziel bei 230 US-Dollar
- Zacks Research senkt Bewertung auf Hold
- Aktie notiert nahe dem 52-Wochen-Hoch
Der US-Softwarekonzern Palantir hat an den Finanzmärkten neuen Rückenwind erhalten. Im gestrigen Handel legte die Aktie um 2,2 Prozent zu und schloss bei 177,24 Euro. Hauptauslöser für die Kursgewinne war ein optimistischer Strategiewechsel eines führenden Bankhauses, das dem Papier nun deutlich mehr Spielraum nach oben zutraut.
Verantwortlich für den Stimmungswechsel ist das Analysehaus Goldman Sachs. Dessen Analystin Gabriela Borges stufte die Aktie gestern von „Neutral“ auf „Buy“ hoch und setzte das Zwölfmonatskursziel auf 230 US-Dollar fest. Borges sieht die Chance auf eine anhaltende Wachstumsphase, die bis in das Jahr 2027 reichen könnte.
Nationale Datenkontrolle als Wachstumsmotor
Als zentralen Treiber für diese Einschätzung nennt die Expertin das Thema Souveräne KI. Regierungen und Konzerne fordern zunehmend die strikte Kontrolle über ihre eigenen Datenbestände ein. Palantir profitiert von diesem Trend, da das Unternehmen spezialisierte Softwarearchitekturen liefert, die sich nahtlos an lokale regulatorische Vorgaben anpassen lassen.
Zugleich sorgt die zunehmende Automatisierung des Vertriebs- und Implementierungsmodells für Skaleneffekte. Bislang setzte Palantir stark auf Ingenieure vor Ort, um Kundenanwendungen aufzubauen. Künstliche Intelligenz ermöglicht es nun, diese Prozesse effizienter abzuwickeln. Dies verringert den zusätzlichen Personalbedarf bei steigenden Auftragszahlen und entlastet die Kostenstruktur spürbar.
Wachsende Kluft in der Bewertung
Trotz der dynamischen Entwicklung bleibt die Bewertung des Unternehmens an der Wall Street umstritten. Während Goldman Sachs auf weiteres Potenzial setzt, nahm Zacks Research eine vorsichtigere Haltung ein und stufte Palantir gestern von „Strong Buy“ auf „Hold“ herab. Skeptiker verweisen vor allem auf die bereits anspruchsvollen Bewertungskennziffern nach dem starken Kursanstieg der vergangenen Monate.
Mit dem jüngsten Kursanstieg notiert die Aktie an den europäischen Handelsplätzen nur noch 1,8 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Ob das Papier diese Dynamik fortsetzen kann, wird sich vor allem an den kommenden Zwischenberichten zeigen. Anleger achten darauf, ob das kommerzielle Geschäft abseits traditioneller Behördenverträge das hohe Expansionstempo tatsächlich behauptet.
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