Palantir Aktie: Jahresprognose geht nach oben

Die Umsatzprognose für 2026 steigt; US-Firmenkunden überholen beim Quartalsumsatz erstmals das Regierungsgeschäft.

Die Kernpunkte:
  • Quartalsumsatzprognose über Analystenkonsens
  • Jahresumsatzziel für 2026 angehoben
  • US-Firmenkunden erstmals umsatzstärker als Regierung
  • Drittes Quartal mit 96 Prozent Umsatzplus

Palantir erwartet nach dem starken dritten Quartal einen weiteren Wachstumsschub zum Jahresende. Der gestern veröffentlichte Umsatzausblick für das Schlussquartal liegt über den Analystenerwartungen. Zugleich hebt das Unternehmen seine Jahresprognose an. Für Anleger rückt damit neben dem jüngsten Ergebnis vor allem die Frage in den Vordergrund, welches Wachstum Palantir als Nächstes liefern will.

Quartalsausblick liegt über dem Konsens

Für das vierte Quartal 2026 stellt Palantir einen Umsatz von 2,649–2,653 Mrd. US-Dollar in Aussicht. Damit liegt die gesamte Prognosespanne über dem von Reuters genannten LSEG-Konsens.

Die Erwartungen an den Jahresabschluss steigen also nicht allein wegen der bereits gemeldeten Ergebnisse. Das Unternehmen selbst signalisiert mit seinem Ausblick, dass die starke Nachfrage auch im Schlussquartal anhalten dürfte.

Die Analysten hatten laut Reuters mit 2,46 Mrd. US-Dollar Quartalsumsatz gerechnet. Beim bereinigten operativen Ergebnis erwartet Palantir im vierten Quartal 2026 zwischen 1,64 und 1,644 Mrd. US-Dollar.

Damit richtet sich der Blick nicht nur auf das Umsatztempo. Der Ausblick setzt auch eine konkrete Ergebnisgröße, an der Anleger die weitere Entwicklung messen können.

Für das Gesamtjahr 2026 erhöht Palantir die Umsatzprognose auf 8,530–8,534 Mrd. US-Dollar. Die Anhebung verbindet das starke abgelaufene Quartal mit der Erwartung eines nochmals höheren Umsatzes zum Jahresende.

Geschäftskunden tragen die höheren Ziele

Hinter dem optimistischeren Ausblick steht insbesondere das US-Geschäft mit Firmenkunden. Es hat das dortige Regierungsgeschäft erstmals beim Umsatz überholt und gewinnt damit innerhalb des Unternehmens an Gewicht.

Der US-Geschäftskundenumsatz erreichte im dritten Quartal 984 Mio. US-Dollar und wuchs gegenüber dem Vorjahr um 148%. Das US-Regierungsgeschäft steuerte 953 Mio. US-Dollar bei.

Der Führungswechsel bedeutet allerdings keine Schwäche bei den staatlichen Kunden. Auch dieser Bereich legte kräftig zu. Die Verschiebung entstand vielmehr durch das noch schnellere Wachstum mit Unternehmen.

Für 2026 erwartet Palantir im US-Geschäftskundenbereich nun mehr als 3,559 Mrd. US-Dollar Umsatz. Das entspricht nach Unternehmensangaben einem Wachstum von mindestens 143%.

Reuters zufolge steigt die Nachfrage nach Palantirs Datenanalyse-Software, weil Kunden mehr Kontrolle über ihre Daten und KI-Modelle anstreben. Diese Nachfrage bildet den geschäftlichen Hintergrund für die angehobenen Ziele.

Starkes Ergebnis als Ausgangspunkt

Die Prognoseanhebung folgt auf ein Quartal mit nahezu verdoppeltem Umsatz. CEO Alex Karp beschrieb die Entwicklung gegenüber dem Vorjahresquartal entsprechend als eine annähernde Verdopplung des gesamten Geschäfts.

Im dritten Quartal 2026 erzielte Palantir 2,313 Mrd. US-Dollar Umsatz. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Zuwachs von 96%.

Auch auf der Ergebnisseite übertraf das Unternehmen die Erwartungen. Der Wachstumsschub beschränkte sich damit nicht auf zusätzliche Erlöse, sondern schlug sich ebenfalls im Gewinn nieder.

Der bereinigte Gewinn je Aktie betrug 0,44 US-Dollar gegenüber erwarteten 0,41 US-Dollar. Der Nettogewinn nach GAAP erreichte 1,128 Mrd. US-Dollar.

Für Anleger liegt die nächste Messlatte damit klar: Palantir muss den angekündigten Umsatzsprung im Schlussquartal erreichen und die höheren Jahresziele einlösen. Besonders wichtig bleibt dabei das US-Firmenkundengeschäft, dessen Wachstum die neue Prognose wesentlich trägt.

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