Palantir Aktie: Kriegseinsatz und Partnerschaftswelle

Palantirs KI-Plattformen werden im Iran-Konflikt genutzt, während neue Allianzen mit Nvidia und GE Aerospace geschlossen wurden. Das Unternehmen verzeichnet ein starkes Umsatzwachstum.

Die Kernpunkte:
  • KI-Plattform im laufenden Militärkonflikt im Einsatz
  • Neue strategische Partnerschaften mit Nvidia und GE Aerospace
  • Umsatzwachstum von 70 Prozent im letzten Quartal
  • Hohe Bewertung bei starker Regierungsabhängigkeit

Palantirs KI-Plattformen werden aktiv für die Identifikation militärischer Ziele im laufenden Iran-Konflikt eingesetzt — das bestätigten zwei mit der Sache vertraute Personen gegenüber CNBC. Zeitgleich präsentierte das Unternehmen auf seiner neunten AIPCon-Konferenz eine Reihe neuer Partnerschaften. Beides zusammen verleiht der Aktie gerade eine besondere Dynamik.

Neue Allianzen auf breiter Front

Auf der AIPCon 9 in Maryland kündigte Palantir Kooperationen mit GE Aerospace, Nvidia, Ondas, Centrus Energy und LG CNS an. Die Bandbreite ist bemerkenswert: von Militärluftfahrt über Atomenergie bis hin zu KI-Infrastruktur.

Die wohl technisch bedeutsamste Partnerschaft ist die mit Nvidia. Gemeinsam entwickeln beide Unternehmen eine sogenannte Sovereign-AI-Architektur — ein System, das Organisationen ermöglicht, KI vollständig auf eigener Infrastruktur zu betreiben, ohne sensible Daten an externe Cloud-Anbieter weiterzugeben. Die Lösung nutzt Nvidias Blackwell-Ultra-Hardware und das gesamte Palantir-Software-Ökosystem.

Mit GE Aerospace wurde eine mehrjährige Partnerschaft zur Modernisierung der Militärluftfahrt vereinbart. Palantirs AIP-Plattform unterstützt dabei bereits Lieferkette, Wartung und Kundenservice — mit dem Ziel, die Einsatzbereitschaft von Flugzeugen der U.S. Air Force zu steigern.

Schlachtfeld und Bewertungsdebatte

CEO Alex Karp sagte auf der Konferenz, KI forme zunehmend das Kräfteverhältnis auf dem Schlachtfeld — und verwies dabei direkt auf Palantirs eigene Plattform. Konkret bestätigt wurde der Einsatz von Project Maven, das Satellitendaten in Echtzeit analysiert. Anthropics Claude-Modell ist dabei ein zentraler Bestandteil der Geheimdienstanalyse, obwohl das Pentagon Anthropic offiziell als Lieferkettenrisiko eingestuft hat. Karp bestätigte, dass die Modelle noch im Einsatz sind — eine vollständige Abkehr sei geplant, aber noch nicht vollzogen.

Die Zahlen hinter dem Unternehmen sind eindrucksvoll: Im vierten Quartal 2025 wuchs der Umsatz um 70 Prozent auf 1,4 Milliarden Dollar. Das US-Kommerzgeschäft legte sogar um 137 Prozent zu. Für 2026 erwartet das Management einen Umsatz von rund 7,2 Milliarden Dollar — mit einem US-Kommerzsegment, das erneut um mindestens 115 Prozent wachsen soll.

Die Aktie hat allein im laufenden Monat rund zwölf Prozent zugelegt, während der Nasdaq im gleichen Zeitraum leicht nachgab. Trotzdem bleibt die Bewertung ein Streitpunkt: Ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 237 auf Basis der letzten zwölf Monate und ein Kurs-Umsatz-Verhältnis von über 80 lassen wenig Spielraum für Enttäuschungen.

Mehr als 40 Prozent des Gesamtumsatzes stammen weiterhin aus US-Regierungsverträgen. Angesichts der aktuellen geopolitischen Lage werten viele Marktteilnehmer diese Abhängigkeit derzeit eher als Stärke — nicht als Risiko.

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