Palantir Aktie: Millionen-Deal mit Hyundai

Palantir weitet Partnerschaft mit HD Hyundai im Wert von Hunderten Millionen Dollar aus. Trotz starken US-Wachstums und hoher Profitabilität steht die Aktie aufgrund ihrer Bewertung unter Druck.

Die Kernpunkte:
  • Mehrhundert-Millionen-Vertrag mit südkoreanischem Industriekonzern
  • US-Umsatz wächst um 77 Prozent und dominiert Geschäft
  • Aktie verliert über 20 Prozent in einer Woche
  • Quartalszahlen Anfang Februar als nächster Katalysator

Palantir steht im Rampenlicht des Weltwirtschaftsforums in Davos. Der Datenanalyse-Spezialist konnte eine massive Ausweitung seiner Partnerschaft mit dem südkoreanischen Industrieriesen HD Hyundai verkünden – ein Vertrag über hunderte Millionen Dollar. Doch während das operative Geschäft brummt, zeigt sich der Aktienkurs zuletzt volatil. Anleger stellen sich die Frage: Können diese fundamentalen Erfolge die jüngste Korrektur am Markt stoppen?

Strategische Expansion im Schiffbau

Der am Dienstag in Davos unterzeichnete Vertrag markiert einen Meilenstein für das Unternehmen. Die Zusammenarbeit mit HD Hyundai, die bereits 2021 begann, wird nun auf den gesamten Konzern ausgeweitet. Bisher nutzte der Schiffbauer die Software nur in Teilbereichen.

Die wirtschaftlichen Argumente für den Deal scheinen solide: Durch den Einsatz der Palantir-Software konnte HD Hyundai die Schiffsproduktion nach eigenen Angaben bereits um rund 30 Prozent beschleunigen. Künftig soll die Technologie auch bei Handelsschiffen, Marineanwendungen und unbemannten Wasserfahrzeugen zum Einsatz kommen. Ziel ist der Aufbau eines einheitlichen Systems, das Daten und Arbeitsabläufe konzernweit verknüpft.

USA bleiben der Wachstumsmotor

Trotz des Erfolgs in Südkorea stellte CEO Alex Karp in Davos klar, wo die Prioritäten liegen. Zwar lobte er den südkoreanischen Markt als hochinnovativ, doch die internationale Expansion erfolge nur selektiv. Der Grund ist die enorme Nachfrage im Heimatmarkt.

Das US-Geschäft macht mittlerweile drei Viertel des Gesamtumsatzes aus und wuchs zuletzt um beachtliche 77 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Karp betonte gegenüber Reuters, dass die Nachfrage in Amerika derzeit das Angebot übersteige – ein Luxusproblem, das die selektive Strategie im Ausland erklärt.

Bewertung sorgt für Diskussionen

Trotz der operativen Stärke steht die Aktie unter Druck. In den letzten sieben Tagen verzeichnete das Papier einen Rückgang von über 20 Prozent und notiert nun deutlich unter dem 52-Wochen-Hoch von rund 194 Euro. Marktbeobachter führen dies primär auf die ambitionierte Bewertung zurück. Mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von rund 169 scheiden sich an der Wall Street die Geister.

Während das Lager der Optimisten, unterstützt durch eine aktuelle Hochstufung der Citi und Kursziele von bis zu 255 Dollar, auf die einzigartige Marktstellung und die hohe Profitabilität (Netto-Marge zuletzt bei ca. 28 Prozent) verweist, warnen Kritiker vor der Fallhöhe. Analysten von RBC Capital sehen beispielsweise weiterhin erhebliches Abwärtspotenzial.

Zahlenvorlage im Februar entscheidet

Die entscheidende Richtungsweisung dürfte in Kürze folgen. Am 2. Februar 2026 präsentiert Palantir die Ergebnisse für das vierte Quartal. Nachdem das Unternehmen im vorangegangenen Quartal ein Umsatzwachstum von 62 Prozent vorweisen konnte, liegt die Messlatte hoch. Investoren werden genau prüfen, ob das Wachstumstempo anhält und ob die Cashflow-Marge von zuletzt über 46 Prozent bestätigt werden kann.

Palantir-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Palantir-Analyse vom 21. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Palantir-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Palantir-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 21. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Palantir: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...