Palantir Aktie: Positiv überrascht
Palantir profitiert von geopolitischen Spannungen und meldet starkes Umsatzwachstum, während Analysten ihre Gewinnschätzungen deutlich anheben. Die Bewertung bleibt jedoch ein Diskussionsthema.

- Umsatzwachstum von 70% im vierten Quartal
- Frischer Regierungsauftrag im Milliardenwert
- Analysten heben Gewinnprognosen um 30% an
- Neue Partnerschaft für einfachere KI-Implementierung
Palantir bekommt derzeit gleich von zwei Seiten Schub: geopolitische Spannungen treiben das Interesse an Defense-KI, gleichzeitig liefert das Unternehmen operativ starke Argumente. Dazu kommen frische Analysten-Upgrades und neue Partnerschaften. Doch wie viel davon ist Wachstum – und wie viel schon Erwartung?
Geopolitik trifft Defense-KI
Die zuletzt eskalierenden Spannungen im Nahen Osten haben Anleger wieder stärker in Unternehmen gezogen, die eng mit staatlichen Stellen und dem Verteidigungssektor verbunden sind. Palantir profitiert hier gleich doppelt: Als Anbieter von KI-Software für US-Behörden ist der Konzern ein direkter „Mitspieler“ im Defense-Technologie-Universum.
Wichtig ist dabei der Mix: Auch wenn das kommerzielle Geschäft zuletzt deutlich an Tempo gewonnen hat, stammen weiterhin mehr als die Hälfte der US-Umsätze aus dem Behördenumfeld. Genau das macht die Aktie in solchen Marktphasen besonders anfällig für Stimmungswechsel – im Positiven wie im Negativen.
Starke Zahlen – und ein dicker Regierungsauftrag
Der Kursschub ist aber nicht nur Politik. Seit dem Quartalsbericht Anfang Februar hat Palantir den Markt mit kräftigem Wachstum und hoher Cashflow-Qualität bei Laune gehalten. Im vierten Quartal stieg der Umsatz laut Quelltext um 70% auf 1,4 Mrd. US-Dollar, der Non-GAAP-Gewinn je Aktie legte um 79% auf 0,25 US-Dollar zu.
Auffällig: Das US-Commercial-Segment war der Wachstumsmotor. Dort sprang der Umsatz um 137% auf 507 Mio. US-Dollar, getragen von einer breiteren Kundenbasis und vielen größeren Abschlüssen (180 Deals mit mindestens 1 Mio. US-Dollar Volumen im Quartal). Gleichzeitig zeigte auch das US-Regierungsgeschäft Stärke: plus 66% auf 570 Mio. US-Dollar.
Ein zusätzlicher Anker ist ein frisch kommunizierter Fünfjahresvertrag mit dem Department of Homeland Security mit einem Volumen von bis zu 1 Mrd. US-Dollar. Dazu kamen laut Quelltext eine angehobene Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2026 auf 7,2 Mrd. US-Dollar sowie ein KI-Logistikvertrag der US Air Force gemeinsam mit GE Aerospace.
Upgrades, Partnerschaft – aber Bewertungsdebatte bleibt
Auf der Analystenseite gab es nach den Zahlen spürbar Rückenwind. Die Konsensschätzungen für den Gewinn je Aktie wurden im letzten Monat deutlich nach oben geschoben: für 2026 auf 1,31 US-Dollar (+30%) und für 2027 auf 1,83 US-Dollar (+31%). Mizuho-Analyst Gregg Moskowitz stufte die Aktie von „Neutral“ auf „Outperform“ hoch und setzte ein Kursziel von 195 US-Dollar, begründet mit Wachstum plus Margenpotenzial.
Operativ setzt Palantir zudem auf schnellere Implementierungen im Unternehmensumfeld: Eine neue Partnerschaft mit Rackspace Technology soll helfen, Foundry und die Artificial Intelligence Platform (AIP) einfacher auszurollen und zu betreiben.
Trotzdem bleibt der Knackpunkt die Bewertung. Kritiker verweisen im Quelltext auf das hohe KGV, die politische Sensitivität von Regierungsaufträgen und den Wettbewerb (u.a. Snowflake, Databricks sowie Cloud-Konzerne). Zusätzlich wird von umfangreichen Insider-Verkäufen mehrerer Top-Manager Ende Februar berichtet.
Zum Wochenstart drehte die Aktie dennoch nach oben, auch wenn sie heute laut den bereitgestellten Daten wieder leicht nachgibt (-2,16% auf 121,56 €).
In den kommenden Wochen richtet sich der Blick vor allem auf das nächste Quartalsupdate Anfang Mai (Q1): Entscheidend dürften dann die Dynamik rund um AIP, der kommerzielle Dealflow und neue Großaufträge aus dem Behörden- oder Enterprise-Bereich sein.
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