Palantir Aktie: Prognose auf 7,66 Milliarden angehoben

Palantir hebt Jahresprognose auf 7,66 Mrd. Dollar an. Analysten sehen dank KI-Strategie und Nvidia-Partnerschaft Kurspotenzial.

Die Kernpunkte:
  • Umsatzprognose auf 7,66 Milliarden Dollar erhöht
  • Starkes erstes Quartal mit 85 Prozent Wachstum
  • Partnerschaft mit Nvidia für KI-Plattformen
  • Aktie steigt um 13 Prozent in der Woche

Palantir beendet die erste Juliwoche mit einem kräftigen Kurssprung. Der Datenkonzern hebt seine Jahresprognose deutlich an. Analysten reagieren prompt mit Kaufempfehlungen. Die Strategie rund um künstliche Intelligenz scheint aufzugehen.

Umsatzsprung im Kerngeschäft

Das Management blickt deutlich optimistischer auf das laufende Jahr. Palantir erwartet für 2026 nun einen Umsatz von bis zu 7,66 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem jährlichen Wachstum von rund 71 Prozent.

Dieser Schritt folgt auf ein extrem starkes erstes Quartal. Hier kletterten die Erlöse um 85 Prozent auf 1,63 Milliarden Dollar. Treiber war vor allem der US-Privatkundensektor.

Das kommerzielle US-Geschäft explodierte um 133 Prozent auf 595 Millionen Dollar. Auch die Regierungsaufträge wuchsen stark. Der gesamte Vertragswert summierte sich auf rund 2,4 Milliarden Dollar.

Angriff mit Nvidia

Im Zentrum der Marktfantasie steht die Partnerschaft mit Nvidia. Palantir integriert offene KI-Modelle wie Nvidias Nemotron direkt in seine Plattformen. Regierungsbehörden können diese Systeme in streng geheimen Umgebungen nutzen.

Sie behalten dabei die volle Kontrolle über ihre Daten. CEO Alex Karp positioniert sich damit aggressiv gegen die Konkurrenz. Er bezeichnet deren tokenbasierte Preismodelle als eine Art Vermögenssteuer für Unternehmen.

Der Finanzmarkt honoriert diesen strategischen Weg. Die Investmentbank D.A. Davidson stufte das Papier am Freitag auf „Kaufen“ hoch. Analyst Gil Luria ruft ein neues Kursziel von 175 Dollar auf.

Luria sieht in der gesunkenen Bewertung eine Einstiegschance. Palantir besetze als modellunabhängiger KI-Koordinator eine einzigartige Nische. Etablierte Konkurrenten könnten diesen Vorteil nur schwer kopieren.

Aufholjagd an der Börse

An der Börse zeigt die Nachrichtenlage bereits Wirkung. Die Aktie legte auf Wochensicht um knapp 13 Prozent zu. Am Freitag ging das Papier bei 112,28 Euro aus dem Handel.

Ein erster Schritt. Auf Jahressicht notiert der Titel immer noch gut 21 Prozent im Minus. Die wichtige 200-Tage-Linie bei 134,60 Euro bleibt vorerst ein hartes Widerstandslevel.

Die hohe Bewertung bleibt ein Unsicherheitsfaktor. Investoren zahlen aktuell das 85-Fache der erwarteten Gewinne für 2026. Das lässt kaum Spielraum für Fehler in den kommenden Quartalen.

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