Palantir Aktie: Rosenblatt hebt Ziel auf 225 Dollar

Dells starke KI-Server-Zahlen treiben Palantir an. Analysten sehen Billionen-Potenzial, doch hohe Bewertung und Insider-Verkäufe trüben das Bild.

Die Kernpunkte:
  • Wochengewinn von knapp 14 Prozent
  • Dell als wichtiger Frühindikator
  • Analysten bestätigen Kaufempfehlungen
  • Insider-Verkäufe durch Gründer

Dell Technologies hat den Funken gezündet. Nachdem der Hardware-Konzern am Freitag spektakuläre Quartalszahlen vorlegte, schoss die Palantir-Aktie an einem einzigen Tag um mehr als neun Prozent nach oben — und beendete die Woche mit einem Wochengewinn von knapp 14 Prozent bei einem Schlusskurs von 134,18 Euro.

Dell als Katalysator

Der Auslöser war Dells Ergebnis für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027: Der KI-Server-Umsatz des Konzerns kletterte um 757 Prozent auf 16,13 Milliarden Dollar. Für Palantir-Anleger ist das mehr als eine Randnotiz. Seit Palantir Foundry und die KI-Plattform AIP Mitte Mai in Dells Infrastrukturlösungen integriert wurden, gilt die Hardware-Nachfrage als Frühindikator für die Software-Adoption. Starke Dell-Zahlen bedeuten: Die Unternehmenskunden bauen die Infrastruktur auf, auf der Palantir läuft.

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Marktforscher Gartner stützt dieses Bild. Die Prognose: Globale KI-Software-Ausgaben steigen bis Ende 2026 um 60 Prozent auf 453 Milliarden Dollar.

Analysten sehen Billionen-Potenzial

Rosenblatt Securities bekräftigte nach einem Treffen mit Finanzvorstand David Glazer das Kaufvotum und hält am Kursziel von 225 Dollar fest. Die langfristige These: Palantir könnte innerhalb von fünf Jahren eine Marktkapitalisierung von mehr als einer Billion Dollar erreichen. Treiber ist das Wachstum der KI-Plattform AIP, insbesondere im US-Geschäftskundensegment — dort legte der Umsatz im ersten Quartal 2026 um 133 Prozent auf 595 Millionen Dollar zu. Citi zog nach und hob sein Kursziel ebenfalls auf 225 Dollar an.

Für das Gesamtjahr 2026 peilt das Unternehmen einen Umsatz zwischen 7,65 und 7,66 Milliarden Dollar an. Die Zahl der US-Geschäftskunden wuchs zuletzt um 31 Prozent auf 1.007, mit 206 Verträgen über einer Million Dollar und 47 Deals jenseits der Zehn-Millionen-Marke.

Hohe Bewertung, hohe Insider-Verkäufe

Die Kursrally hat ihren Preis. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt derzeit bei rund 203 — ein Niveau, das selbst im Tech-Sektor heraussticht. Der RSI von knapp 90 signalisiert zudem eine deutlich überkaufte Lage. Vom 52-Wochen-Hoch bei 179,86 Euro ist die Aktie noch rund 25 Prozent entfernt.

Auffällig ist die Insider-Aktivität: Mitgründer Peter Thiel trennte sich in den vergangenen sechs Monaten von zwei Millionen Aktien für rund 290 Millionen Dollar, CEO Alex Karp verkaufte knapp 891.000 Papiere. Institutionelle Investoren zeigen sich davon unbeeindruckt — Hedgefonds meldeten 1.657 neu eröffnete Positionen gegenüber 1.422 Schließungen.

Ob die Aktie die Marke von 150 Dollar — beziehungsweise das Euro-Äquivalent — nachhaltig verteidigen kann, hängt davon ab, wie schnell Unternehmenskunden die aufgebaute Hardware-Infrastruktur mit Palantir-Software befüllen. Die nächsten Quartalszahlen werden zeigen, ob die Wachstumskurve im US-Geschäft Bestand hat.

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