Palantir Aktie: Souveräne KI als Wachstumstreiber
Umsatzwachstum im zweiten Quartal und neue KI-Projekte in Korea und den USA prägen Palantirs Geschäftsentwicklung.

- Aktie erreicht neues Allzeithoch
- Umsatzplus im zweiten Quartal
- HD Hyundai nutzt Palantir-Plattformen konzernweit
- KI-Rechenzentren mit Armada angekündigt
Palantir setzt auf ein Thema, das in Europa, den USA und Asien gleichermaßen Konjunktur hat: Sovereign AI. Unternehmen und Behörden wollen künstliche Intelligenz nutzen, ohne die Kontrolle über ihre Daten abzugeben. Der Softwarekonzern positioniert sich dafür gleich an mehreren Fronten, und die Aktie hat zuletzt ein neues Allzeithoch erreicht.
Charttechnik und Geschäftsdynamik
Nach dem erfolgreichen Test einer früheren Ausbruchszone setzte die Aktie ihren Aufwärtstrend fort. Charttechnisch gilt das neue Rekordhoch als Bestätigung der Bewegung. Fundamental stützt das deutliche Umsatzwachstum im zweiten Quartal das Bild, vor allem getrieben vom Geschäft mit US-Unternehmenskunden.
Seoul als Schaufenster
Am 22. und 23. Oktober 2026 kehrt Palantir mit einem Pop-up-Event nach Seoul zurück. Das Motto lautet Sovereign AI. Beim ersten Auftritt im Oktober 2025 kamen knapp 5.000 Besucher, zu Spitzenzeiten war die Kapazitätsgrenze erreicht. Diesmal wird eine Voranmeldung dringend empfohlen.
Hinter dem Event steckt mehr als Merchandise. Südkorea gilt als einer der größten kommerziellen Märkte des Konzerns außerhalb der USA, und dort gewinnt das Geschäft nach Unternehmensangaben an Dynamik. Ein Ankerkunde ist HD Hyundai.
Anfang 2026 wurde die Partnerschaft als größte und langfristigste ihrer Art in Korea gemeldet. Foundry und die Artificial Intelligence Platform (AIP) kommen dabei konzernweit zum Einsatz, um Schiffe schneller zu bauen, auch in Bereichen wie elektrischen Systemen und Robotik.
Zu Samsung Electronics gab es 2025 Presseberichte über eine zumindest zeitweise Zusammenarbeit. Eine Bestätigung ist aus den vorliegenden Informationen nicht erkennbar. Die Südkoreaner gelten als zurückhaltend, wenn es um den Datenaustausch mit externen Firmen geht.
Modulare Rechenzentren in den USA
Auch im Heimatmarkt treibt Palantir das Thema voran. Gemeinsam mit Armada soll souveräne KI auf modularen Rechenzentren bereitgestellt werden. Die Lösung kombiniert Palantirs Sovereign AI Operating System mit Armadas Galleon-Rechenzentren. Kunden sollen offene KI-Modelle auf eigener Infrastruktur betreiben und mit eigenen Daten anpassen können.
Der Zeitvorteil ist der Kern des Angebots: Die Rechenzentren sollen sich laut Ankündigung innerhalb von Monaten statt Jahren bereitstellen lassen, auch an Standorten mit vorhandener Stromversorgung. Parallel arbeitet Palantir mit Method Security an autonomen Cybersystemen zum Schutz kritischer US-Infrastruktur, gestützt auf günstige Open-Weight-Modelle.
Der Rückstand der Konkurrenz bleibt offenbar groß. Der Drohnen-Gründer Andreas Perotti etwa hält ein europäisches Pendant für nötig, nennt Palantir aber „mit Abstand das stärkste System der Welt“. Der Datenvorsprung sei nur schwer aufzuholen.
Konkreter Termin im Kalender: das Seoul-Event am 22. und 23. Oktober. Dort dürfte sich zeigen, wie viel Substanz hinter der Sovereign-AI-Offensive in Asien steckt.
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