Palantir Aktie: Sprung voraus!

Palantir erhält einen neuen Auftrag von GE Aerospace für die US Air Force, während mehrere Analysten ihre Bewertungen und Kursziele für die Aktie erhöhen. Das Wachstum bleibt stark in den USA, zeigt aber Schwächen im internationalen Geschäft.

Die Kernpunkte:
  • Neuer Sieben-Monats-Vertrag für US Air Force Logistik
  • Rosenblatt und Mizuho heben Bewertungen deutlich an
  • US-Kommerzgeschäft verzeichnet enormes Umsatzplus
  • Internationales Wachstum bleibt mit 8% schwach

Palantir bekommt gleich von zwei Seiten Rückenwind: Ein neuer US-Verteidigungsauftrag mit GE Aerospace stärkt die Position im Government-Geschäft, während mehrere Analysten ihre Haltung zur Aktie spürbar aufhellen. Damit verschiebt sich die Debatte ein Stück weit weg vom reinen „Hype“-Vorwurf hin zur Frage: Wie belastbar ist das Wachstum – und was ist dafür schon eingepreist?

Neuer Defense-Deal mit GE Aerospace

Ende Februar hat GE Aerospace Palantir in ein neues US-Verteidigungsprojekt geholt. Konkret geht es um die Einsatzbereitschaft der T-38-Trainingsflotte der US Air Force und die Instandhaltung des J85-Triebwerks. Der Vertrag läuft zunächst sieben Monate und enthält anschließend eine Option über mehr als vier Jahre.

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Der Kern: Palantir soll mit KI und Datenanalyse Daten aus der Air Force, der Defense Logistics Agency und von GE zusammenführen. Ziel ist es, Teilebedarf besser vorherzusagen und Engpässe in der Lieferkette schneller zu erkennen. Das Programm baut auf einem vorherigen Test auf, der mehr als 6.000 J85-Ersatzteile umfasste. Unterm Strich ist das ein praktischer Anwendungsfall, bei dem Palantir nicht nur „Analysen liefert“, sondern direkt in operative Abläufe der Logistik greift.

Analysten werden konstruktiver – mit klaren Kurszielen

Parallel zum Auftrag hat sich der Ton an der Wall Street verändert. Rosenblatt startete die Coverage mit „Buy“ und einem Kursziel von 150 US-Dollar. Mizuho-Analyst Gregg Moskowitz hatte die Aktie bereits früher im Februar auf „Outperform“ von „Neutral“ angehoben und ein Kursziel von 195 US-Dollar beibehalten.

Die Argumentation von Mizuho dreht sich weniger um den Defense-Bereich, sondern vor allem um die kommerzielle Dynamik: Das Bewertungsniveau sei nach dem Rücksetzer zu Jahresbeginn weniger „verkrampft“, weil sich das Verhältnis von Unternehmenswert zu Free Cashflow für 2026 in den ersten Wochen des Jahres laut Mizuho um geschätzte 46% zusammengezogen habe. Die Bank sieht das Chance-Risiko-Verhältnis dadurch günstiger.

Wachstumstreiber: Kommerziell stark – international zäh

Der stärkste Treiber in der bullischen Lesart bleibt das US-Kommerzgeschäft. Dort legte der Umsatz im letzten Quartal um 137% gegenüber dem Vorjahr zu. Für Mizuho ist das ein Hinweis, dass Unternehmen KI nicht mehr nur testen, sondern tatsächlich in Prozesse einbauen – und Palantirs AIP-Software damit „klebriger“ wird, also schwerer austauschbar.

Auch das Government-Segment liefert weiterhin Rückenwind: Der US-Staatsumsatz stieg zuletzt um 66% und macht rund 41% des Gesamtumsatzes aus. In einem Umfeld anhaltender Modernisierung im Verteidigungsbereich erwarten Analysten hier robuste Nachfrage.

Allerdings gibt es klare Bremsfaktoren. Internationales kommerzielles Geschäft wuchs im vierten Quartal nur um 8%. CEO Karp verwies auf Schwierigkeiten in Europa, unter anderem wegen langsamerer Einführung und einer stärkeren Neigung zu lokalen Anbietern. Wenn dieser Teil nicht anzieht, wird die Wachstumsstory stärker auf die USA konzentriert.

Hinzu kommt politischer und gesellschaftlicher Gegenwind: Die Zusammenarbeit in Bereichen rund um Überwachung und Behördenprogramme wird kritisiert; Anfang 2026 äußerten sich 13 ehemalige Mitarbeiter öffentlich ablehnend. Laut Bericht hat das bislang keinen messbaren Umsatzschaden verursacht, erhöht aber das „Headline-Risiko“ für künftige Beziehungen.

Zum Kursbild nur das Nötigste: Der Schlusskurs am Freitag lag bei 116,14 Euro. Auf Sicht von 30 Tagen steht dennoch ein Minus von 7,01% zu Buche – die Aktie bleibt also trotz jüngster Erholung anfällig für Stimmungswechsel.

Am 5. Mai 2026 legt Palantir die nächsten Quartalszahlen vor. Bis dahin dürften neue Regierungsaufträge, Entwicklungen im Defense-Budget und die Nachfrage nach KI-Plattformen die entscheidenden Impulse setzen – während die hohe Bewertung weiterhin die natürliche Obergrenze für Enttäuschungen bleibt.

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