Palantir Aktie: Surf Air und Nvidia im Doppelschlag
Zwei neue Deals mit Surf Air und Nvidia treiben Palantir-Kurs. Die Aktie erholt sich vom 52-Wochen-Tief, bleibt aber weit vom Rekordhoch entfernt.

- Kooperation mit Surf Air Mobility
- Nvidia-Partnerschaft für Regierungs-KI
- Kursplus von über drei Prozent
- Aktie noch 43 Prozent unter Rekord
Palantir hat am Montag gleich zwei Partnerschaften verkündet — eine für die Privatluftfahrt, eine für sichere KI-Systeme von Regierungsbehörden. Der Kurs reagierte positiv. Das Timing ist bemerkenswert: Die Aktie notiert noch keine Woche nach ihrem 52-Wochen-Tief.
Surf Air: KI für die Privatluftfahrt
Palantir weitet seine Zusammenarbeit mit Surf Air Mobility aus. Gemeinsam wollen beide Unternehmen das Betriebssystem SurfOS schneller zur Marktreife bringen. Das Paket umfasst drei Produkte: OperatorOS, OwnerOS und SurfOS Enterprise.
Die Grundlage dafür ist bereits gelegt. Das früher gestartete BrokerOS sicherte sich mit Wheels Up einen ersten Unternehmenskunden — inklusive eines mehrstelligen Millionenvertrags. SurfOS läuft auf Palantirs KI-Plattform AIP und der Foundry-Infrastruktur. Das Ziel: eine Branche modernisieren, die noch stark auf manuelle Prozesse setzt. Palantirs Handelsleiter Ted Mabrey betonte genau diesen Punkt.
Nvidia: KI in abgeschotteten Regierungsumgebungen
Die zweite Ankündigung richtet sich an Regierungskunden. Palantir und Nvidia arbeiten künftig daran, KI-Modelle in sogenannten souveränen Umgebungen zu betreiben — also in isolierten, sicherheitskritischen Systemen ohne Verbindung nach außen.
Konkret geht es darum, Nvidias Nemotron-Modelle in Infrastrukturen einzubetten, die US-Behörden und kritische Einrichtungen nutzen. CEO Alex Karp formulierte es klar: Regierungen sollen leistungsfähige KI einsetzen können, ohne sensible Daten zu gefährden. Die Initiative baut auf einer bestehenden Architekturkooperation beider Unternehmen auf.
Kurs erholt sich vom Tief — aber der Weg ist weit
Die Aktie stieg am Montag um 3,27 Prozent. Am Dienstag hält das Plus bei knapp einem Prozent auf 102,20 Euro. Das ist relevant, weil der Kurs am 26. Juni noch bei 93,30 Euro lag — dem tiefsten Stand der vergangenen zwölf Monate.
Kein Wunder, dass die Erholung mit Vorsicht zu genießen ist. Über die vergangenen 30 Tage summiert sich das Minus auf 26 Prozent. Vom Allzeithoch bei 179,98 Euro aus dem November 2025 trennen die Aktie noch immer mehr als 43 Prozent. Der nächste Quartalsbericht ist für den 3. August 2026 geplant — dann wird sich zeigen, ob die Partnerschaftsoffensive auch in den Zahlen ankommt.
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