Palantir Aktie: Toxischer Mix
Palantir sieht sich mit einer Kombination aus massiver Short-Wette von Michael Burry, Insider-Verkäufen, wachsendem KI-Konkurrenzdruck und neuen Datenschutzvorwürfen konfrontiert, was zu deutlichen Kursverlusten führt.

- Michael Burry verdoppelt Short-Wette gegen Palantir
- Insider verkauften Aktien für 137,7 Millionen Dollar
- Neue Datenschutzvorwürfe gegen NHS-Zugriff
- Aktie verliert über 15 Prozent in einer Woche
Für den Datenanalyse-Spezialisten braut sich ein ungemütliches Szenario zusammen. Während Star-Investor Michael Burry massiv gegen das Unternehmen wettet und Konkurrenten rasant aufholen, sorgen nun auch noch neue Berichte über den Zugriff auf sensible britische Gesundheitsdaten für Unruhe. Selbst prominente Unterstützung aus der Politik konnte den jüngsten Abwärtstrend an der Börse nicht stoppen.
Konkurrenzdruck und hohe Bewertung
Ein zentraler Grund für die wachsende Skepsis am Markt ist die sportliche Bewertung. Mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis von teils deutlich über 100 fordern Anleger makelloses Wachstum. Genau hier setzt Michael Burry an. Der bekannte Short-Seller hat seine Put-Optionen gegen das Unternehmen verdoppelt und verweist auf den rasanten Aufstieg des KI-Startups Anthropic. Dessen jährlich wiederkehrende Umsätze sollen sich laut Berichten von Ende 2025 bis Anfang April 2026 auf 30 Milliarden US-Dollar mehr als verdreifacht haben. Anthropic grabe den etablierten Akteuren zunehmend das Wasser ab.
Parallel dazu ziehen sich Großinvestoren und Führungskräfte schrittweise zurück. In den vergangenen 90 Tagen trennten sich Insider, darunter auch CEO Alexander Karp, von Aktien im Wert von rund 137,7 Millionen US-Dollar. Auch institutionelle Anleger reduzierten im vierten Quartal 2025 ihre Positionen:
- Carnegie Investment Counsel: -5,1 % auf 112.445 Aktien
- Bouvel Investment Partners: -44,7 % auf 26.208 Aktien
Datenschutz-Sorgen belasten zusätzlich
Zu den fundamentalen Sorgen gesellen sich an diesem Wochenende neue Kontroversen. Berichte vom Samstag zeigen, dass Ingenieure Zugriff auf ein Verzeichnis mit Daten von 1,5 Millionen Mitarbeitern des britischen Gesundheitsdienstes NHS erhalten haben. Solche Meldungen befeuern alte Debatten über Datenschutz und könnten bei zukünftigen Regierungsaufträgen, die aktuell ein Volumen von über 900 Millionen US-Dollar ausmachen, als Belastung wirken.
Die Nervosität der Anleger spiegelt sich deutlich im Chart wider. Auf Wochensicht verlor das Papier über 15 Prozent und schloss am Freitag bei 108,84 Euro. Ein öffentlicher Zuspruch von Donald Trump auf Truth Social sorgte am Freitag lediglich für ein kurzes Strohfeuer, bevor der Kurs wieder nach unten abdrehte.
Trotz eines starken vierten Quartals 2025 mit einem Gewinn von 0,25 US-Dollar pro Aktie tritt die Vergangenheit am Markt derzeit in den Hintergrund. Als nächster konkreter Prüfstein für die fundamentale Entwicklung dient der anstehende Bericht zum ersten Quartal 2026, der das tatsächliche operative Wachstum im veränderten Wettbewerbsumfeld beziffern wird.
Palantir-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Palantir-Analyse vom 11. April liefert die Antwort:
Die neusten Palantir-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Palantir-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 11. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Palantir: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




