Palantir Aktie: Trump kaufte vor eigenem Social-Media-Lob
Neue Ethik-Unterlagen belegen Aktienkäufe von Donald Trump vor seinem Social-Media-Lob für Palantir. Das Unternehmen meldet starkes Umsatzwachstum.

- Aktienkäufe vor Social-Media-Post
- Umsatzplus von 85 Prozent
- Kurs rund 36 Prozent unter Hoch
- Forward-KGV bei etwa 97
Kurz bevor Donald Trump auf Truth Social die Aktie von Palantir Technologies mit Ticker-Symbol öffentlich empfahl, hatte er selbst bereits Anteile gekauft. Das zeigen neu veröffentlichte Ethik-Unterlagen des US-amerikanischen Office of Government Ethics — und sie werfen Fragen auf, die weit über die übliche Bewertungsdebatte hinausgehen.
Käufe, Verkäufe, dann ein Post
Im ersten Quartal 2026 erwarb Trump Palantir-Aktien im Wert von umgerechnet bis zu 630.000 Dollar. Allein im März dokumentieren die Unterlagen mindestens sieben separate Käufe. Im Februar hatte er zuvor Anteile im Wert von bis zu fünf Millionen Dollar veräußert, gefolgt von weiteren Verkäufen über rund zwei Wochen.
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Dann, im April, erschien der Post: „Palantir Technologies (PLTR) has proven to have great war fighting capabilities and equipment. Just ask our enemies!!!“ Finanzmedien bezeichneten ihn als ersten Fall, in dem ein amtierender US-Präsident eine einzelne Aktie namentlich mit Ticker-Symbol empfahl. Der Post kam an einem Tag, an dem Palantir intraday bereits rund 16 Prozent verloren hatte — unter anderem ausgelöst durch bearishe Kommentare des bekannten Leerverkäufers Michael Burry. Die Kurve drehte nach dem Post.
Ein Sprecher der Trump Organization betonte, die Beteiligungen würden „ausschließlich über vollständig diskretionäre Konten verwaltet, die unabhängig von Drittinstituten mit alleiniger Entscheidungsgewalt geführt werden.“
Fundamentaldaten glänzen, Bewertung drückt
Der politische Kontext trifft auf ein Unternehmen mit außergewöhnlichen Wachstumszahlen. Palantir meldete für das erste Quartal 2026 einen Umsatz von 1,63 Milliarden Dollar — ein Anstieg von 85 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das US-Kommerzgeschäft legte sogar um 133 Prozent zu. Der verbleibende Vertragswert (Remaining Deal Value) sprang um 98 Prozent auf 11,8 Milliarden Dollar.
Für das zweite Quartal erwartet das Management einen Umsatz von rund 1,8 Milliarden Dollar, für das Gesamtjahr 2026 zwischen 7,65 und 7,66 Milliarden Dollar — beides über den bisherigen Analystenerwartungen. Es wäre das elfte Quartal in Folge mit beschleunigtem Umsatzwachstum.
Trotzdem fiel die Aktie nach den Quartalszahlen. Ein Forward-KGV von rund 97 lässt wenig Spielraum für Enttäuschungen — und steigende Anleiherenditen infolge hartnäckiger Inflationsdaten haben den Druck auf hochbewertete Wachstumswerte zuletzt verstärkt.
Kurs weit unter Jahreshoch
An der Frankfurter Börse notiert die Aktie aktuell bei 115,38 Euro — rund 36 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 179,86 Euro. Seit Jahresbeginn hat der Kurs knapp 20 Prozent verloren.
Palantir hält milliardenschwere Verträge mit dem US-Heimatschutzministerium sowie dem Pentagon für KI-gestützte Verteidigungssysteme — enge Regierungsbindungen, die das Unternehmen für Investoren attraktiv machen, aber die Verflechtung mit dem Weißen Haus nun noch enger erscheinen lassen. Die Q2-Zahlen werden zeigen, ob das Wachstumstempo hält — und ob der Markt bis dahin bereit ist, die Bewertung neu zu beurteilen.
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