Palantir Aktie: Verlangt Datenlöschungsgarantie von Anthropic
Palantir fordert von Anthropic strikte Datenlöschung, während UBS und DA Davidson ihre Kursziele auf 250 US-Dollar anheben.

- Palantir verlangt unwiderrufliche Datenschutzgarantien
- NVIDIA-Kooperation für souveräne KI angekündigt
- Fujitsu unterstützt globale KI-Transformation
- UBS und DA Davidson erhöhen Kursziele
Der Softwarekonzern Palantir Technologies pocht im Umgang mit externer künstlicher Intelligenz auf kompromisslose Datensicherheit. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters verlangt das Unternehmen von dem KI-Entwickler Anthropic unwiderrufliche Garantien, dass keinerlei Kundendaten gespeichert werden, bevor dessen Sprachmodelle über Palantir-Plattformen bereitgestellt werden.
Hohe Hürden beim Schutz geistigen Eigentums
Hintergrund der harten Haltung sind die Anforderungen von Großkunden und Behörden. Palantir, NVIDIA und der US-Dienstleister Booz Allen Hamilton behalten sich Reuters zufolge vor, den Einsatz fortschrittlicher Modelle ganz auszusetzen oder einzuschränken, falls Anbieter keine rechtssicheren Zusicherungen für den Schutz von geistigem Eigentum abgeben.
Für Palantir steht die Integrität der eigenen Plattformen im Mittelpunkt. Am 10. September präsentierte das Unternehmen auf der Konferenz AIPCon 11 in Miami zahlreiche Kundenanwendungen seiner KI-Software.
Die Einsatzfelder reichten von komplexen Lieferketten und Sicherheitssystemen über die Medienbranche bis hin zur Verteidigung und der pharmazeutischen Wirkstoffforschung. Gerade in diesen Branchen gilt der ungewollte Abfluss vertraulicher Daten an externe Modellbetreiber als Ausschlusskriterium für den Einsatz generativer Software.
Wachsendes Ökosystem und Rückendeckung von Analysten
Parallel dazu baut Palantir seine industriellen Verbindungen aus. Das Unternehmen und NVIDIA kündigten die gemeinsame Entwicklung eines Sovereign-AI-Stacks für anspruchsvolle Lieferkettenprozesse an, der zunächst innerhalb von NVIDIAs eigener Lieferkette zum Einsatz kommt.
Eine strategische Partnerschaft besteht zudem mit Fujitsu: Beide Konzerne vereinbarten gemeinsame Investitionen, um die KI-Transformation in Japan und auf globaler Ebene voranzutreiben, wobei Fujitsu die Rolle eines globalen FDE-Partners übernimmt.
Am Kapitalmarkt stoßen die Initiativen auf Zustimmung bei institutionellen Beobachtern. Die Schweizer Großbank UBS hob am 15. September ihr Kursziel für Palantir von $220 auf $250 an und bestätigte ihre Kaufempfehlung mit Buy. Wenige Tage zuvor, am 11. September, hatte bereits das Analysehaus DA Davidson sein Kursziel von $200 auf $250 heraufgesetzt.
An der Börse zeigt sich das Papier stabil: Die Palantir-Aktie notiert heute bei 162,32 Euro, was einem Zuwachs von 0,4 Prozent entspricht. Damit liegt der Titel 9,8 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch.
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