Palantir: FAA-Vertrag bis $32,5 Milliarden

Palantir bewirbt sich um FAA-Auftrag im Volumen von bis zu 32,5 Milliarden Dollar. Analysten sehen trotz schwachem Aktienkurs Potenzial.

Die Kernpunkte:
  • Finalist für 32,5-Milliarden-FAA-Vertrag
  • Zivile Regierungsaufträge nehmen zu
  • Umsatzprognose 2026 bei 7,2 Milliarden
  • Aktie trotz Wachstum unter Druck

Palantir verlässt sein angestammtes Revier. Der Datenanalyst, lange Zeit fast ausschließlich mit Geheimdiensten und dem Militär assoziiert, drängt massiv in die zivile Infrastruktur. Ein gigantischer Regierungsauftrag könnte nun die Transformation beschleunigen.

Milliardenpoker um den Flugverkehr

Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht ein Projekt der US-Luftfahrtbehörde FAA. Palantir gehört zu den drei Finalisten für einen Vertrag, dessen Volumen auf bis zu 32,5 Milliarden US-Dollar geschätzt wird. Ziel ist eine KI-gesteuerte Software für das Flugverkehrsmanagement. Das System soll Zwischenfälle vorhersagen und Abflugzeiten proaktiv anpassen.

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Ein Zuschlag wäre der vorläufige Höhepunkt einer ganzen Serie ziviler Regierungsprojekte. Erst im April sicherte sich das Softwareunternehmen eine Rahmenvereinbarung mit dem US-Landwirtschaftsministerium über 300 Millionen Dollar. Im Februar ging dem eine Milliardenvereinbarung mit dem Heimatschutzministerium voraus. Die konzerneigenen Plattformen etablieren sich zunehmend als Standard zur Modernisierung veralteter Behördensysteme.

Analysten sehen weiteres Potenzial

Diese operative Dynamik spiegelt sich in den Prognosen wider. Das Management peilt für das Jahr 2026 einen Umsatz von rund 7,2 Milliarden Dollar an. Das entspräche einem Wachstum von 61 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders das US-Geschäft mit Firmenkunden soll sich durch die Adaption der hauseigenen KI-Plattform mehr als verdoppeln.

Entsprechend optimistisch positionieren sich Marktbeobachter. Die DZ Bank nahm die Aktie am Donnerstag mit einer Kaufempfehlung und einem Kursziel von 175 Dollar in die Bewertung auf. Im Marktkonsens liegt das durchschnittliche Ziel der Analysten sogar bei über 196 Dollar. Große institutionelle Adressen wie Vanguard und State Street halten derweil milliardenschwere Aktienpakete.

Kurs sucht den Boden

An der Börse zeigt sich aktuell ein anderes Bild. Die Palantir-Aktie beendete die Handelswoche am Freitag bei 121,86 Euro und verzeichnet damit seit Jahresbeginn ein Minus von knapp 15 Prozent. Der Kurs notiert derzeit deutlich unter der 200-Tage-Linie von 141,42 Euro.

Der Kontrast zwischen fundamentalem Wachstum und schwacher Kursentwicklung bietet Zündstoff. Fällt die Entscheidung der FAA zugunsten von Palantir aus, erhält das Unternehmen nicht nur eine massive Umsatzspritze. Ein solcher Prestigeerfolg dürfte auch ausreichen, um den Abwärtstrend der Aktie aufzubrechen und eine Neubewertung des zivilen Geschäftsmodells zu erzwingen.

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