Palantir: Mitarbeiter-Rebellion über ICE-Verträge

Trotz Rekordaufträgen aus Washington wächst der Unmut in der Belegschaft. Der Aktienkurs fällt vor den Quartalszahlen am 4. Mai.

Die Kernpunkte:
  • Mitarbeiter kritisieren Abschiebe-Software
  • Chatverläufe werden automatisch gelöscht
  • Aktie verliert seit Jahresbeginn 14,5 Prozent
  • Quartalszahlen am 4. Mai erwartet

Rekordaufträge aus Washington auf der einen Seite, wachsende Wut der Belegschaft auf der anderen. Bei Palantir klaffen wirtschaftlicher Erfolg und interne Stimmung derzeit weit auseinander. Mitarbeiter kritisieren die Rolle des Datenkonzerns bei Abschiebungen und staatlicher Überwachung. Das Management reagiert hart.

Steuerfahndung und gelöschte Chats

Ein aktueller Bericht des Magazins Wired legt tiefe Risse in der Unternehmenskultur offen. Die Kritik entzündet sich an der engen Zusammenarbeit mit US-Behörden. Palantir liefert die technologische Basis für die Einwanderungsbehörde DHS. Die Software identifiziert und überwacht Einwanderer.

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Neue Enthüllungen verschärfen die Lage. Palantir unterstützt die US-Steuerbehörde IRS seit Jahren bei der Verfolgung von Finanzverbrechen. Ein millionenschwerer Vertrag erlaubt der Behörde tiefgreifende Datenanalysen. Die Software verknüpft Steuererklärungen, Bankdaten und Gesundheitsinformationen.

Angestellte äußerten ihren Unmut darüber in internen Slack-Kanälen. Die Folge: Palantir löscht diese Chatverläufe nun automatisch nach sieben Tagen.

Karp verteidigt Regierungskurs

CEO Alex Karp wischt die Bedenken beiseite. Das Management begegnet der internen Kritik laut Mitarbeitern mit philosophischen Monologen. Ein Firmensprecher betonte, man stelle Talente ein, um Amerika und seine Verbündeten zu verteidigen. Palantir sei kein Monolith der Überzeugungen.

Für den gesamten Rüstungstechnologie-Sektor birgt diese Dynamik ein strategisches Risiko. Ingenieure für künstliche Intelligenz sind rar. Wenn ethische Bedenken das Arbeitsklima vergiften, droht ein Abfluss von Fachkräften. Konkurrenten wie Anduril oder Scale AI beobachten die Entwicklung genau.

Schwacher Kurs vor den Quartalszahlen

An der Börse spiegelt sich die angespannte Lage wider. Nach starken Vorjahren verliert die Aktie an Schwung. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von 14,5 Prozent auf dem Kurszettel. Aktuell notiert das Papier bei 122,30 Euro. Damit bewegt sich der Kurs deutlich unter der 200-Tage-Linie.

Am 4. Mai präsentiert Palantir nach US-Börsenschluss die Zahlen für das erste Quartal. Die Wall Street erwartet einen Umsatz von rund 1,54 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem kräftigen Wachstum gegenüber dem Vorjahr. Das Unternehmen selbst peilt für das Gesamtjahr gut 7,18 Milliarden US-Dollar an.

Der anstehende Quartalsbericht erfordert klare Antworten. Die hohe Bewertung der Aktie verzeiht keine operativen Schwächen. Liefert Palantir am 4. Mai makellose Zahlen, rückt das intakte Wachstumsmodell wieder in den Fokus. Enttäuscht der Ausblick, dürfte die Kombination aus internen Querelen und hohem Kurs-Gewinn-Verhältnis den Verkaufsdruck erhöhen.

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