Palo Alto Aktie: Teure CyberArk-Integration
Die Integration von CyberArk führt zu erheblichen Kosten, die die Gewinnprognose von Palo Alto Networks senken. Der Konzern startet ein Rückkaufangebot für Anleihen und streicht Stellen.

- Gewinnprognose für laufendes Geschäftsjahr gesenkt
- Hohe Integrationskosten von 2,3 Mrd. USD im Q3
- Rückkaufangebot für CyberArk-Wandelanleihen gestartet
- Weltweiter Stellenabbau von rund 700 Positionen
Nach der 25 Milliarden US-Dollar schweren Übernahme von CyberArk beginnt für Palo Alto Networks die finanzielle Aufarbeitung der Fusion. Der Konzern senkte vor wenigen Tagen seine Gewinnprognose und unterbreitete Anleihegläubigern ein offizielles Rückkaufangebot. Wie stark belasten die Integrationskosten den Cybersicherheits-Riesen kurzfristig tatsächlich?
Milliardenkosten drücken auf den Gewinn
Palo Alto Networks korrigierte am Donnerstag die Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr nach unten. Das Management rechnet nun mit einem Gewinn je Aktie zwischen 3,65 und 3,70 US-Dollar. Ursächlich hierfür sind die hohen Aufwendungen für die CyberArk-Eingliederung.
Allein für das dritte Quartal kalkuliert das Unternehmen mit einem Mittelabfluss von rund 2,3 Milliarden US-Dollar im Zusammenhang mit der Integration. Bereits im zweiten Quartal fielen Transaktionskosten in Höhe von 24 Millionen US-Dollar an. Trotz dieser kurzfristigen Belastungen hält der Konzern an seinem Ziel fest, durch die Fusion die führende Plattform für Identitätssicherheit zu schaffen.
Rückkaufangebot für Gläubiger gestartet
Ein wesentlicher Teil der finanziellen Neuordnung betrifft die ausstehenden Wandelanleihen von CyberArk mit Fälligkeit im Jahr 2030. Da der Abschluss der Übernahme einen sogenannten „Fundamental Change“ darstellt, haben die Gläubiger nun zwei Optionen.
Bis zum 20. März 2026 können sie entweder den Rückkauf ihrer Papiere zum Nennwert verlangen oder die Anleihen zu einem erhöhten Umtauschverhältnis wandeln. Dieser technische Schritt ist notwendig, um die Kapitalstruktur von CyberArk vollständig in die Bilanz von Palo Alto Networks zu integrieren. Die Abwicklung der Rückkäufe ist für den 24. März festgesetzt.
Strategische Weichenstellung in Tel Aviv
Parallel zur finanziellen Konsolidierung festigt Palo Alto seine Präsenz in Israel. Ab der kommenden Woche wird der Konzern an der Börse in Tel Aviv gelistet sein und übernimmt dabei das traditionsreiche Tickersymbol „CYBR“. Durch die hohe Marktkapitalisierung steigt Palo Alto damit zum größten an der dortigen Börse gelisteten Unternehmen auf.
Begleitet wird die Integration von strukturellen Anpassungen: Weltweit streicht der Konzern rund 700 Stellen, wovon etwa 100 auf den Standort Israel entfallen. Dies entspricht rund zehn Prozent der lokalen CyberArk-Belegschaft. Dennoch soll Tel Aviv künftig als zentrales Forschungs- und Entwicklungszentrum ausgebaut werden.
Der Fokus liegt nun auf der technischen Zusammenführung der Plattformen. Während der massive Mittelabfluss im dritten Quartal die Liquidität strapaziert, entscheidet die Geschwindigkeit der Synergieeffekte über den langfristigen Erfolg der Übernahme. Am 20. März endet die Frist für die Anleihegläubiger, was Klarheit über die finale Kapitalstruktur nach der Fusion bringen wird.
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