Palo Alto Networks Aktie: Warnsignale überhört?
Palo Alto Networks übertrifft Gewinnerwartungen, dämpft jedoch die Prognose für das laufende Jahr. Die Aktie notiert auf einem 52-Wochen-Tief.

- Gewinn je Aktie übertrifft Analystenschätzungen
- Ausblick für das Gesamtjahr wird vorsichtiger
- Aktie erreicht neues 52-Wochen-Tief
- Strategische Zukäufe erhöhen kurzfristige Kosten
Palo Alto Networks hat im zweiten Geschäftsquartal 2026 die Erwartungen der Analysten beim Gewinn deutlich übertroffen. Doch trotz zweistelliger Wachstumsraten reagierte der Markt verschnupft auf die jüngsten Ankündigungen. Im Fokus stehen dabei nicht nur die nackten Zahlen, sondern vor allem die Kosten der ambitionierten Expansionsstrategie.
Wachstum trifft auf Integrationskosten
Das Unternehmen steigerte seinen Umsatz im abgelaufenen Quartal um 15 Prozent auf 2,6 Milliarden US-Dollar. Besonders deutlich legte das Produktgeschäft zu, das ein Plus von 22 Prozent verzeichnete. Auch beim bereinigten Gewinn pro Aktie (EPS) lieferte der Konzern mit 1,03 US-Dollar ein Ergebnis ab, das deutlich über den Prognosen der Wall Street von 0,94 US-Dollar lag.
Trotz dieser operativ soliden Leistung geriet die Aktie unter Druck. Verantwortlich dafür ist vor allem der Ausblick: Palo Alto Networks dämpfte die Erwartungen für das Gesamtjahr und gab eine vorsichtigere Gewinnprognose für das laufende dritte Quartal ab. Nach einem Kursverlust von über 22 Prozent im vergangenen Monat markierte das Papier am Montag bei 120,32 Euro ein neues 52-Wochen-Tief.
Strategischer Umbau durch Zukäufe
Der Grund für die vorsichtigere Gewinnspanne liegt in der sogenannten „Platformization“-Strategie. Das Ziel ist es, verschiedene Sicherheitslösungen auf einer einzigen Plattform zu vereinen. Um dies zu beschleunigen, setzt das Management verstärkt auf Übernahmen. So wurde im Februar die Akquisition von CyberArk abgeschlossen, zudem ist der Kauf des Anbieters Koi geplant, um die KI-gestützten Schutzfunktionen zu stärken.
Können die technologischen Synergien dieser Zukäufe die kurzfristigen Belastungen rechtfertigen? Aus Sicht des Unternehmens ist dieser Schritt notwendig, um in einer Ära von autonomen KI-Agenten wettbewerbsfähig zu bleiben. Allerdings führen diese Integrationen vorerst zu höheren Kosten und einer Verwässerung der Aktienanteile, was die kurzfristige Profitabilität bremst.
Fokus auf wiederkehrende Umsätze
Für das dritte Quartal rechnet Palo Alto Networks nun mit einem Umsatz zwischen 2,941 und 2,945 Milliarden US-Dollar. Das entspräche einem Wachstum von bis zu 29 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Beim bereinigten Gewinn pro Aktie wird jedoch nur noch ein Wert zwischen 0,78 und 0,80 US-Dollar erwartet.
Ein zentraler Pfeiler für die kommenden Monate bleibt das Geschäft mit Next-Generation Security (NGS). Hier peilt das Management für das dritte Quartal einen Anstieg der jährlich wiederkehrenden Umsätze (ARR) auf bis zu 7,96 Milliarden US-Dollar an – ein massives Plus von 56 Prozent. Für das gesamte Geschäftsjahr 2026 erwartet der Konzern einen Umsatz zwischen 11,28 und 11,31 Milliarden US-Dollar.
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