Pan American Silver Aktie: Analysten uneins!
Pan American Silver übertrifft Umsatzerwartungen deutlich, doch Analysten korrigieren Gewinnprognosen für 2026 nach unten. Institutionelle Investoren bauen ihre Positionen aus.

- Starke Umsatz- und Gewinnüberschreitung im Vorquartal
- Analysten senken drastisch Gewinnschätzungen für 2026
- Institutionelle Investoren erhöhen ihre Beteiligungen
- Kurs notiert deutlich unter Jahreshoch
Starke Quartalszahlen, institutionelle Käufer im Anmarsch — und trotzdem streiten sich die Analysten lautstark über die Gewinnaussichten für 2026. Pan American Silver liefert gerade eine klassische Zwickmühle: Das Fundament stimmt, aber die Prognosen gehen weit auseinander.
Bullish vs. vorsichtig
National Bank Financial eröffnet die Debatte mit einem klaren Signal. Die Bank initiierte die Abdeckung mit einem „Outperform“-Rating und einem Kursziel von 116 kanadischen Dollar — rund 43 Prozent über dem damaligen Kurs. Als Treiber nennen die Analysten das wachsende Produktionsprofil und die strukturelle Silbernachfrage durch die Energiewende.
Scotiabank sieht das kurzfristig anders. Die Bank hält zwar ebenfalls an „Outperform“ fest und bestätigt ein Kursziel von 64 US-Dollar. Allerdings kappte sie die EPS-Schätzung für das Gesamtjahr 2026 drastisch: von 3,00 auf 1,97 US-Dollar. Auch für das erste Quartal 2026 senkte Scotiabank die Erwartung — von 0,83 auf 0,53 US-Dollar. Grund sind verschobene Produktionszeitpläne und höhere Kostenannahmen bei wichtigen Minen.
Die Folge: Zwei Banken, beide optimistisch auf dem Papier — aber mit sehr unterschiedlichen Vorstellungen davon, was 2026 bringt.
Solide Basis, starke Käufer
Das Misstrauen gegenüber den Quartalszahlen ist jedenfalls nicht durch die Ergebnisse begründet. Im letzten Quartal des Vorjahres erzielte Pan American Silver einen Umsatz von 1,18 Milliarden US-Dollar — deutlich über der Konsensschätzung von 1,11 Milliarden. Das entspricht einem Anstieg von fast 45 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Der Gewinn je Aktie lag bei 1,11 US-Dollar und übertraf die Erwartungen von 0,90 US-Dollar klar.
Institutionelle Investoren haben das registriert. Die Gesamtquote institutioneller Beteiligungen liegt bei rund 55 Prozent. VanEck stockte seine Position um mehr als die Hälfte auf und hält nun etwa 45 Millionen Aktien. Norges Bank und First Eagle Investment Management haben ebenfalls neue oder erweiterte Positionen gemeldet.
Projekt La Colorada als Langfrist-Wette
Das Management setzt strategisch auf das La-Colorada-Skarn-Projekt. Eine aktualisierte Vorstudie sieht Investitionen von 1,9 Milliarden US-Dollar vor. Das Ziel: In den ersten fünf Betriebsjahren soll die Mine durchschnittlich 16 Millionen Unzen Silber pro Jahr produzieren. Parallel soll die Mine Cerro Moro die Gesamtproduktion im laufenden Jahr stützen.
Der Kurs notiert aktuell bei 50,22 Euro — rund 14 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch vom Februar. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von gut 15 Prozent. Der RSI liegt bei 35,7 und signalisiert damit eine überverkaufte Zone, was technisch auf eine mögliche Stabilisierung hindeutet.
Die erste harte Bewährungsprobe kommt im Mai: Dann veröffentlicht Pan American Silver die Ergebnisse für das erste Quartal 2026 — und damit die ersten Daten, die zeigen, ob die revidierten Scotiabank-Schätzungen realistisch waren oder zu pessimistisch.
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