PANDION Aktie: Weitere Insolvenz bei Ehrenveedel

Bei PANDION folgen weitere Insolvenzanträge auf Projektebene. Die Anleihe verliert binnen 30 Tagen 79 Prozent, während die Gläubigerlage offen bleibt.

Die Kernpunkte:
  • Mehrere PANDION-Gesellschaften beantragen Insolvenz
  • Anleihekurs binnen 30 Tagen 79 Prozent tiefer
  • Volatilität erreicht annualisiert 282 Prozent
  • Recovery-Quote derzeit nicht belastbar

Die Insolvenzwelle bei PANDION weitet sich aus. Wie das Unternehmen in einer Pflichtmitteilung erklärte, haben mehrere Projektgesellschaften der Gruppe eigene Insolvenzanträge gestellt – darunter die PANDION Ehrenveedel GmbH & Co. KG. Der Schritt reiht sich ein in eine Kette von Verfahren, die vor rund einem Monat mit dem Antrag der PANDION AG selbst auf Eigenverwaltung begonnen hatte.

Anleihe bleibt unter Druck

Die Kursreaktion fällt entsprechend heftig aus. Der Referenzkurs der Anleihe lag zuletzt bei 4,52 Euro, nach einer Tagesbewegung von rund 9,6 Prozent nach unten. Über die vergangenen 30 Tage summiert sich der Kursverlust auf 79 Prozent – ein Ausmaß, das die Schwere der Krise unterstreicht. Auch die Volatilität bleibt mit 282 Prozent auf annualisierter Basis extrem hoch, der RSI von 20,9 signalisiert eine deutlich überverkaufte Lage.

Bemerkenswert: Am Donnerstag legte der Kurs um 7,9 Prozent zu und schloss bei 4,72 Euro. Auf Wochensicht steht dennoch ein Minus von 9,1 Prozent. Solche Ausschläge sind bei derart dünner Handelstiefe und nach dem faktischen Zahlungsausfall keine Seltenheit – sie spiegeln eher die Nervosität verbliebener Gläubiger als eine fundamentale Wende.

Immer mehr Gesellschaften betroffen

Dass nun weitere Projektgesellschaften nachziehen, überrascht Marktbeobachter wenig. Nach dem Antrag der Konzernmutter auf Eigenverwaltung im August hatten Insolvenzverwalter und Gläubigerausschüsse begonnen, die einzelnen Projektträger der Gruppe systematisch zu prüfen.

Die jetzt bekannt gewordenen Anträge zeigen, dass diese Prüfung zu weiteren Verfahren führt – ein Prozess, der sich nach Einschätzung von Marktbeobachtern noch fortsetzen dürfte, da die Unternehmensstruktur aus zahlreichen einzelnen Projektgesellschaften besteht.

Für Anleiheinhaber bedeutet jede weitere Insolvenz einer Projektgesellschaft potenziell eine Verschlechterung der Vermögenslage innerhalb der Gruppe, da Sicherheiten und Cashflows aus einzelnen Projekten wegfallen oder in separate Verfahren eingebunden werden.

Die Anleihe hatte bereits vor der jüngsten Verschärfung nur noch um rund 4 Prozent notiert, wie ein Marktbericht Ende August festhielt – ein Niveau, das die Erwartung einer nahezu vollständigen Entwertung widerspiegelt.

Ausblick für Gläubiger bleibt unklar

Eine belastbare Einschätzung zur Recovery-Quote lässt sich derzeit nicht treffen. Die Kaskade an Insolvenzanträgen auf Projektebene erschwert eine Gesamtbewertung der Vermögensmasse zusätzlich. Für Inhaber der Anleihe mit der ISIN DE000A289YC5 bleibt die Lage damit angespannt: Jede neue Meldung über weitere betroffene Projektgesellschaften dürfte die ohnehin schon extreme Unsicherheit an den Kursausschlägen weiter verstärken.

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