Paragon: Steht die Aktie vor dem Ausbruch?

In den letzten Wochen gab der Aktienkurs von Paragon in kleinen Schritten immer mehr nach. Dabei wurde auch die wichtige Marke von 16,00 Euro nach unten hin durchbrochen. Aber:

 

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Die Kehrtwende scheint gemachte Sache. So konnten die Papiere von Paragon in den letzten Tagen einigen Boden wieder gut machen und stiegen im gestrigen Tagesverlauf um insgesamt 7,13% auf 17,65 Euro.

 

Paragon mit Power in das neue Jahr

Ein Grund hierfür könnten die Ergebnisse für das Auftaktquartal dieses Jahres gewesen sein. Denn diese können sich durchaus sehen lassen und lassen hoffen.

Insgesamt verzeichnete Paragon im 1. Quartal einen Konzernumsatz in Höhe von 21,2 Mio. Euro. Dies entsprach einem Plus von 11,4% gegenüber dem Vorjahr mit 19 Mio. Euro. Das EBIT verbesserte sich deutlich von 0,6 Mio. Euro im Vorjahresquartal auf 1,4 Mio. Euro. Die EBIT-Marge stieg von zuvor 3,1% auf 6,6% und wurde damit mehr als verdoppelt.

Beim Konzernergebnis erzielte Paragon nach 0,1 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum jetzt 0,8 Mio. Euro. Dementsprechend stieg das Ergebnis je Aktie von zuvor 0,02 Euro auf 0,19 Euro.

 

Übernahme soll sich für Paragon auszahlen

Die Umsätze im Bereich Elektromobilität entwickelten sich gering, was auch im Vorfeld von Paragon erwartet worden war. Laut Unternehmensangaben waren der Abschluss von Projekten in Europa im Jahr 2014 und der Start von Folgeaufträgen erst im April dieses Jahres u. a. der Grund. Dazu kamen Verzögerungen bei Kunden in den USA, die erst im Laufe dieses Jahres aufgeholt werden können.

Insgesamt legt die Sparte Sensoren 16% an Umsatz zu. In der Sparte Akustik lag man auf dem hohen Niveau des Vorjahres und die Sparte Cockpit wies ein Plus von 6% aus. Um diesen Bereich weiter voranzubringen, hat Paragon per Anfang Januar 2015 das Bexbacher Unternehmen SpehreDesign GmbH übernommen. Diese wiesen im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund 4 Mio. Euro aus.

Auch bei den Investitionen ging es weiter voran. Im 1. Quartal wurden hier rund 9,6 Mio. Euro ausgegeben. Neben der Übernahme von SpehreDesign wurde auch in den Bau eines Produktionsgebäudes in den USA sowie in Maschinen investiert.

 

Reich der Mitte im Fokus von Paragon

Das China-Geschäft soll künftig für den Konzern eine entscheidende Rolle spielen. Seit 2012 besteht eine Vertriebstochter in Shanghai. Das soll sich ändern.

So soll ein neues Werk in Kunshan entstehen. Dafür wird die bisherige Vertriebstochter zu einer produzierenden Niederlassung ausgebaut. Innerhalb der nächsten Monate will Paragon in das neue Gebäude einziehen. Der Start der Produktion ist für den Herbst vorgesehen. Hier sollen in Zukunft u. a. Luftgütesensoren und Luftverbesserungssysteme gefertigt werden.

Aber auch in den USA geht es in Richtung Internationalisierung voran. Hier soll ab Juni die Produktion in neu gebauten Hallen beginnen. Dabei soll besonders der Bereich Elektromobilität durch die Voltabox of Texas, Inc., vorangetrieben werden.

 

Paragon Vorstand bekräftigt den Jahresausblick

Die Auftragslage von Paragon übertrifft derzeit sogar teils die eigenen Erwartungen. Dazu ist man eine neue Partnerschaft mit der Triathlon Batterien GmbH eingegangen. Per Ende März lagen bereits mehr als 96% der Kundenabrufe für den geplanten Gesamtumsatz in diesem Jahr vor.

Daher wurde die Prognose von Paragon für das gesamte Geschäftsjahr bestätigt. Insgesamt wird danach ein Konzernumsatz von bis zu 100 Mio. Euro erwartet. Die EBIT-Marge soll bei rund 10% liegen.

 

Kann die Rallye bei Paragon starten?

Nachdem, wie oben bereits angeführt, die Aktie in den letzten Wochen leicht schwächelte, nahm der Markt die gemeldeten Zahlen deutlich positiv auf. Das könnte den nötigen Impuls für einen kräftigen Ausbruch nach oben bedeuten.

150513 Paragon

Paragon zeigt derzeit keine Schwächen in den Kennzahlen und auch ein Einbruch der Nachfrage ist zurzeit kein Thema. Hier könnte es sich lohnen, noch einen Einstieg zu wagen. Das Erreichen des alten Jahreshochs ist durchaus möglich. Die Papiere notieren derzeit deutlich über der gleitenden 100-Tage-Linie und haben auch die 50-Tage-Linie bereits nach oben hin durchbrochen.

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