Partners Group: 5,7 Milliarden Rückflüsse im Q1

Partners Group hält trotz starker Kundenzuflüsse im ersten Quartal an einer zurückhaltenden Investitionsstrategie fest und bestätigt die Jahresprognose.

Die Kernpunkte:
  • Starke Mittelzuflüsse von 8,3 Milliarden Dollar
  • Investitionen auf 2,8 Milliarden Dollar begrenzt
  • Jahresprognose von bis zu 32 Milliarden Dollar bestätigt
  • Langfristiges Ziel: 450 Milliarden Dollar verwaltetes Vermögen

Die Kassen füllen sich, aber das Geld bleibt vorerst liegen. Partners Group meldet im ersten Quartal starke Mittelzuflüsse. Auf der Ausgabenseite tritt der Schweizer Vermögensverwalter jedoch spürbar auf die Bremse. An der Börse sorgt das komplexe Umfeld für Skepsis. Die Aktie rutscht heute um über zwei Prozent auf rund 864 Schweizer Franken ab. Damit nähert sich der Kurs gefährlich seinem jüngsten Jahrestief.

Hohe Einnahmen, wenig Deals

Die Kunden vertrauen Partners Group weiterhin viel Kapital an. Die neuen Zusagen belaufen sich auf 8,3 Milliarden US-Dollar. Davon stammt ein Großteil aus maßgeschneiderten Lösungen. Im Gegenzug floss viel Liquidität zurück. Der Konzern zahlte 5,7 Milliarden US-Dollar an seine Kunden aus. Dies gelang primär durch Verkäufe von Private-Equity- und Infrastrukturinvestitionen.

Beim Investieren agiert das Management deutlich vorsichtiger. Lediglich 2,8 Milliarden US-Dollar flossen in neue Portfolios. Das Unternehmen verschob bestimmte Gelegenheiten wegen der erhöhten Marktvolatilität. CEO David Layton wendet sich direkt an die Investoren. Dieser bewusste Rückzug sei kein Zeichen von Schwäche. Die Folge: strategische Disziplin statt schnellem Dealmaking.

Prognose steht, Rechnungslegung ändert sich

Trotz des Gegenwinds hält der Vorstand an seinen Zielen fest. Für das Gesamtjahr erwartet Partners Group eine Brutto-Kundennachfrage von bis zu 32 Milliarden US-Dollar. Eine gut gefüllte Pipeline an Fundraising-Möglichkeiten stützt diese Prognose. Sogenannte Tail-down-Effekte aus reiferen Programmen belasten das Ergebnis voraussichtlich mit einem niedrigen zweistelligen Milliardenbetrag.

Parallel dazu müssen sich Analysten an neue Zahlenwerke gewöhnen. Partners Group stellt auf den IFRS-18-Standard um. Dieser fasst Performance-Gebühren und Anlageerträge künftig zusammen. Das erschwert den direkten Vergleich mit früheren Quartalen. Für das laufende Jahr rechnet das Management mit Performance-Einnahmen am unteren Rand der Zielspanne.

Langfristiges Wachstum und ein Vorzeige-Exit

Langfristig plant das Unternehmen ein massives Wachstum. Bis 2033 soll das verwaltete Vermögen auf 450 Milliarden US-Dollar steigen. Neue Joint Ventures in Asien und dem Nahen Osten sollen diesen Sprung ermöglichen.

Wie Wertsteigerung in der Praxis funktioniert, zeigt ein aktueller Verkauf. Partners Group verkaufte den Rechenzentrumsanbieter atNorth an CPP Investments und Equinix. Die milliardenschwere Transaktion bringt den Kunden eine jährliche Rendite von über 30 Prozent. Seit dem Einstieg steigerte der Vermögensverwalter das operative Ergebnis des Unternehmens auf das 14-Fache.

Der nächste wichtige Termin für Aktionäre rückt näher. Am 20. Mai findet die Generalversammlung statt. Wer dividendenberechtigt sein möchte, muss den Ex-Tag am 22. Mai beachten. Die eigentliche Auszahlung der Gewinnbeteiligung folgt fünf Tage später.

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