Partners Group Aktie: Bloomberg-Aufspaltungs-Gerücht dementiert

Partners Group dementiert Bloomberg-Bericht über Abspaltung einer Einheit. Streit um Family Office PG3 sorgt für Verunsicherung bei Anlegern.

Die Kernpunkte:
  • Bloomberg berichtet über Ausgliederung
  • Unternehmen widerspricht Vorwürfen
  • Neues Aktionärsabkommen geplant
  • Aktie nach Kursrutsch stark unter Druck

Bei der Partners Group stehen aktuell nicht nur die schwachen Kurse im Rampenlicht. Ein Streit um die Deutungshoheit im Gründer-Trio sorgt für Unruhe. Es geht um die Zukunft des milliardenschweren Family Office PG3.

Die Nachrichtenagentur Bloomberg meldete am Wochenende einen bemerkenswerten Vorgang. Urs Wietlisbach gliedert angeblich eine eigene Einheit aus der gemeinsamen Vermögensverwaltung aus. Diese Gesellschaft bündelt seit 2013 das Geld der drei Unternehmensgründer. Jascha Forster soll die neue Abteilung künftig leiten. Das klang nach einem klaren Bruch der bisherigen Struktur. Wietlisbach suche mehr Unabhängigkeit für seine privaten Investments.

Prompter Widerspruch

Wenige Stunden später folgte ein scharfes Dementi. Das Fachmedium WealthBriefing widersprach dem Bloomberg-Bericht vehement. PG3 bleibe die einzige gemeinsame Plattform der drei Familien. Es gebe keinen Riss zwischen den Gründern. Ein neues Aktionärsabkommen sei zwar in Arbeit. Dieses diene aber lediglich der Nachfolgeplanung für die nächste Generation.

Die Gerüchte treffen das Unternehmen in einer ohnehin angespannten Phase. Anfang Juni erlebte die Aktie ihren stärksten historischen Kurseinbruch. Kunden hatten massiv Gelder aus den Evergreen-Fonds abgezogen. Die Folge: Der Konzern musste die Notbremse ziehen.

Fonds in Schwierigkeiten

Beim 8,6 Milliarden US-Dollar schweren Global Value SICAV-Fonds kappte das Management die Auszahlungen. Maximal fünf Prozent des Nettoinventarwerts fließen nun pro Quartal ab. Zuvor waren die Rücknahmeanträge im zweiten Quartal auf 9,8 Prozent hochgeschnellt.

An der Börse hinterlässt diese Gemengelage tiefe Spuren. Aktuell notiert das Papier bei 778,00 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich der Verlust damit auf fast 29 Prozent. Am 15. Juli 2026 veröffentlicht Partners Group das Update zu den verwalteten Vermögen für das erste Halbjahr. Dieser Bericht liefert den nächsten harten Fakten-Check für das angeschlagene Papier.

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