Partners Group Aktie: EU genehmigt Aroma-Zone-Übernahme
Die EU-Kommission genehmigte den Einstieg bei Aroma-Zone; zugleich gingen Erträge und Gewinn von Partners Group im ersten Halbjahr zurück.

- EU-Kommission erlaubt Mehrheitserwerb an Aroma-Zone
- Aroma-Zone mit rund zwei Milliarden Euro bewertet
- Halbjahreserträge sanken um sieben Prozent
- Partners-Group-Aktie erreichte ein 52-Wochen-Tief
Die europäische Wettbewerbsbehörde räumt für Partners Group den Weg bei einer bedeutenden Transaktion frei. Am Donnerstag genehmigte die EU-Kommission die Übernahme der Mehrheit an der französischen Naturkosmetikmarke Aroma-Zone.
Nach Prüfung der Marktverhältnisse sieht die Behörde keine Bedenken für den fairen Wettbewerb. Zur Begründung verwies die Kommission auf die unterschiedlichen Tätigkeitsfelder der Beteiligten sowie die Rolle der Beteiligungsgesellschaft Eurazeo als bisher bestimmendem Aktionär.
Milliardenbewertung bei Kosmetikmarke
Bereits Anfang August traten die Schweizer in exklusive Verhandlungen mit Eurazeo über den Erwerb der Kontrollmehrheit ein. Während die Parteien über den genauen Kaufpreis Stillschweigen vereinbarten, bezifferte die Financial Times den Unternehmenswert von Aroma-Zone auf rund zwei Milliarden Euro. Mit der behördlichen Freigabe aus Brüssel ist nun eine entscheidende formelle Hürde für den Vollzug des Deals genommen.
Der Zukauf setzt einen operativen Akzent in einem anspruchsvollen Branchenumfeld. Medienberichten zufolge prüft das Unternehmen parallel Portfolioanpassungen im Kreditbereich: So steht die Verschiebung von Private-Credit-Darlehen im Umfang von rund 800 Millionen Euro in Fortführungsfonds im Raum.
Betroffen wären Kredite aus mehreren älteren Anlagevehikeln. Zudem treibt der Vermögensverwalter seine geografische Präsenz voran und eröffnete am 10. September einen neuen Standort in Stockholm, der von Carina Spitzkopf geleitet wird.
Gedrückte Erträge belasten das Jahresergebnis
Die jüngste Akquisition erfolgt vor dem Hintergrund eines verhaltenen ersten Halbjahres 2026. Rückläufige Transaktionsaktivitäten im Gesamtmarkt bremsten das Geschäft. Die Gesamterträge sanken in den ersten sechs Monaten um 7 Prozent auf 1,12 Milliarden Schweizer Franken. Ausschlaggebend hierfür war insbesondere ein Einbruch der erfolgsabhängigen Performance-Gebühren um 39 Prozent.
In der Folge reduzierte das Management die Prognose für den Anteil dieser Gebühren am Gesamtertrag für das Gesamtjahr auf 20 bis 25 Prozent. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen ging im Halbjahr um 9 Prozent auf 706 Millionen Schweizer Franken zurück, während der Reingewinn um 13 Prozent auf 502 Millionen Schweizer Franken nachgab.
Anleger reagierten in den vergangenen Monaten zurückhaltend auf die verlangsamte Dynamik. Am Donnerstag markierte der Titel an der Börse mit 623,00 Euro ein neues 52-Wochen-Tief. Am Freitag stabilisierte sich die Notierung leicht: Mit einem Plus von 1,3 Prozent beendete das Papier den Handel bei 639,20 Euro.
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