Partners Group Aktie: Insider kaufen für 5,3 Millionen
Partners Group verzeichnet massive Insider-Käufe trotz Kursverlusten von 30 Prozent und Analysten-Skepsis. Das Management hält an den Jahreszielen fest.

- Insider investieren 5,3 Millionen Franken
- Aktie verliert seit Jahresbeginn 30 Prozent
- Analysten senken Kursziele und Prognosen
- Management bestätigt Jahresziele für 2026
Bei Partners Group klaffen Stimmung und Handlungen weit auseinander. Externe Analysten streichen reihenweise ihre Kursziele zusammen. Die internen Entscheidungsträger investieren derweil Millionen in eigene Aktien. Das sorgt für eine seltene Konstellation am Markt.
Die Aktie schloss am Freitag bei 767,00 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf fast 30 Prozent. Mit einem RSI-Wert von 28,7 gilt das Papier technisch als stark überverkauft.
Jefferies senkte das Ziel auf 760 Franken und rät zum Halten. Oddo BHF strich die Kaufempfehlung ebenfalls. Die Bank of America reduzierte ihren Wert deutlich auf 850 Franken.
Parallel dazu fielen die Gewinnschätzungen. Experten kürzten ihre Prognosen für die kommenden zwei Jahre um bis zu 22 Prozent.
Rücknahmen belasten das Geschäft
Auslöser für den Pessimismus sind Rücknahmebeschränkungen bei offenen Fonds. Partners Group limitierte Auszahlungen beim Global Value SICAV-Fonds auf fünf Prozent des Nettoinventarwerts. Zuvor waren die Rücknahmeanträge im zweiten Quartal auf knapp zehn Prozent gestiegen.
Ein ähnliches Bild zeigt sich bei weiteren US- und Evergreen-Fonds. Die Schweizer stehen damit nicht allein. Auch Konkurrenten wie BlackRock, KKR und Apollo führten zuletzt ähnliche Beschränkungen ein. Der Druck auf halboffene Private-Equity-Strukturen wächst branchenweit. Kein Wunder.
Millionen-Käufe aus der Chefetage
Das Gegensignal kommt von innen. Allein in der vergangenen Woche kauften Insider Aktien für rund 5,3 Millionen Franken. Seit Anfang Juni verzeichnete die Börse 40 solcher Transaktionen.
Mitgründer Fredy Gantner räumte Fehler ein. Das Unternehmen müsse proaktiver kommunizieren. Die Marktreaktion nannte er eine massive Überreaktion. Er selbst habe sein Aktienpaket zuletzt deutlich aufgestockt.
Prognose bleibt bestehen
Trotz der Turbulenzen hält das Management an den Jahreszielen fest. Für 2026 erwartet die Gesellschaft weiterhin frische Gelder zwischen 26 und 32 Milliarden US-Dollar. Allerdings könnte das Wachstum im zweiten Halbjahr leicht gebremst werden.
Die nächste harte Probe folgt bald. Ende Juni veröffentlicht Partners Group die neuen Daten zum verwalteten Vermögen. Sinken die Rücknahmeanträge in den Evergreen-Fonds, stützt das die Argumentation der Insider. Bleibt der Druck hoch, drohen weitere Gewinnrevisionen.
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