Partners Group Aktie: Royalties-Segment wächst 50 Prozent

Partners Group verzeichnet 50% Wachstum bei Lizenzinvestitionen, kämpft aber mit Abflüssen aus Evergreen-Fonds und einem fallenden Aktienkurs.

Die Kernpunkte:
  • Royalties-Portfolio wächst auf 1,5 Mrd. Dollar
  • Abflüsse aus Evergreen-Fonds bremsen Wachstum
  • Aktie verliert seit Jahresbeginn fast 30%
  • Performance-Einkommen bleibt unter Prognose

South Park, ein Herzmedikament und Erdgas-Lizenzen aus den Appalachen — die neue Royalties-Strategie von Partners Group wächst kräftig. Das verwaltete Vermögen in diesem Segment stieg im ersten Halbjahr 2026 um 50 Prozent auf 1,5 Milliarden US-Dollar. Der Aktienkurs des Schweizer Vermögensverwalters zeigt davon aber wenig.

Acht neue Deals treiben die Royalties-Strategie

Grund für den Anstieg sind acht neue Transaktionen im laufenden Jahr. Damit wächst das Portfolio auf insgesamt 53 Lizenzinvestitionen. Die Bandbreite reicht von Medienrechten über Pharma-Lizenzen bis zu Rohstoff-Beteiligungen.

Die 2024 gestartete Strategie richtet sich über Evergreen-Fonds an institutionelle und private Anleger. Seit dem Start erzielte sie eine unverzinste interne Rendite von 12 Prozent. Die Volatilität blieb dabei unter 5 Prozent — ein Wert, der die Strategie von klassischen Aktieninvestments deutlich abhebt.

Evergreen-Abflüsse bremsen das Gesamtwachstum

Der Erfolg der Royalties-Strategie kann die Probleme im breiteren Evergreen-Geschäft nicht kaschieren. Partners Group meldete für das erste Halbjahr neue Kundenzusagen von 16 Milliarden US-Dollar. Das gesamte verwaltete Vermögen kletterte zum 30. Juni 2026 auf 186 Milliarden US-Dollar, nach 174 Milliarden US-Dollar ein Jahr zuvor.

Trotz dieser Zuflüsse bremsten Abzüge aus den Evergreen-Strategien das Netto-Wachstum. Insgesamt zogen Kunden 3,8 Milliarden US-Dollar ab. Fast vier Fünftel davon entfielen auf drei reifere Evergreen-Fonds.

Partners Group rechnet damit, dass diese Abflüsse das Netto-Wachstum im zweiten Halbjahr 2026 und im gesamten Jahr 2027 um 1 bis 2 Prozent drücken. Das Unternehmen hält dennoch an seiner Jahresprognose fest: Die Brutto-Kundenzusagen sollen 2026 zwischen 26 und 32 Milliarden US-Dollar liegen.

Beim Performance-Einkommen zeigt sich die Vorsicht deutlicher. Für das Gesamtjahr erwartet Partners Group einen Wert am unteren Ende der mittelfristigen Spanne von 25 bis 40 Prozent der Gesamteinnahmen. Im ersten Halbjahr lag der Anteil sogar unter 20 Prozent. Als Gründe nennt das Unternehmen weniger direkte Veräußerungen und eine schwächere Performance in den älteren Evergreen-Fonds.

Kurs bleibt unter Druck

An der Börse zeigt sich die gemischte Bilanz deutlich. Die Aktie hat seit Jahresanfang fast 30 Prozent verloren und notiert rund 39 Prozent unter ihrem Hoch von August 2025. Erst Ende Juni markierte der Kurs bei 686,80 Euro ein neues Jahrestief.

Die Erholung auf aktuell 743,20 Euro reicht nicht aus, um den Abwärtstrend zu brechen. Der Kurs liegt weiterhin rund 24 Prozent unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 978,30 Euro — ein Signal dafür, dass sich der mittelfristige Trend noch nicht gedreht hat.

Die kommenden Quartale werden zeigen, ob die Wachstumsdynamik der Royalties-Strategie ausreicht, um die Bremsspur der Evergreen-Abflüsse auszugleichen. Für das Gesamtjahr 2027 kalkuliert Partners Group bereits mit einem spürbaren Dämpfer von 1 bis 2 Prozent beim Netto-Vermögenswachstum.

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