Partners Group Aktie: Trading-Update am 15. Juli

Partners Group steht nach 34 Prozent Kursverlust unter Druck. Interne Bilanz am 30. Juni, Trading-Update am 15. Juli erwartet.

Die Kernpunkte:
  • Kursverlust von über 34 Prozent seit Jahresbeginn
  • Liquiditätsdruck bei Evergreen-Fonds
  • US-Leerverkäufer wirft Überbewertung vor
  • Insider kaufen Aktien im Wert von 31 Millionen Franken

Der heutige 30. Juni ist ein Stichtag für Partners Group. Der Vermögensverwalter zieht intern Bilanz über seine verwalteten Vermögen. Am 15. Juli folgt die öffentliche Abrechnung. Nach einem massiven Kurseinbruch von über 34 Prozent seit Jahresbeginn ist der Druck auf das Management enorm.

Doppelte Belastungsprobe

Das Unternehmen kämpft an zwei Fronten. Ein wesentliches Problem ist der Liquiditätsdruck bei den Evergreen-Fonds. Diese Anlagevehikel steuern fast die Hälfte der Konzerneinnahmen bei.

Im Frühjahr beantragten Anleger beim Global Value SICAV-Fonds massive Rücknahmen. Die Anträge überstiegen das erlaubte Quartalslimit von fünf Prozent deutlich. Die Folge: Partners Group kappte die Auszahlungen. Im Mai bediente das Management nur 62 Prozent der Anträge. Auch bei anderen Fonds erwartet das Unternehmen Abflüsse am oberen Rand der Limits.

Parallel dazu attackiert der US-Leerverkäufer Grizzly Research den Konzern. Die Amerikaner behaupten, die Evergreen-Fonds seien um bis zu 40 Prozent überbewertet. Partners Group weist die Vorwürfe als haltlos zurück. Das Unternehmen hat mittlerweile Strafanzeige erstattet.

Analysten kürzen, Insidertrades stützen

Die Börse reagierte nervös auf die Gemengelage. Auf Sicht von 30 Tagen verlor die Aktie rund 20 Prozent an Wert. Aktuell notiert das Papier bei 715,60 Euro. Ein RSI von knapp 29 signalisiert dabei einen stark überverkauften Zustand.

Auch Analysten reagieren auf das schwächere Wachstum. Sie erwarten sinkende Verwaltungsgebühren und strichen ihre Gewinnprognosen zusammen. Die Kursziele fallen entsprechend tiefer aus:

  • Jefferies: 760 Franken (Halten)
  • Bank of America: 850 Franken (Halten)
  • Octavian: 1.175 Franken (Kaufen)
  • Oddo BHF: Abstufung auf Halten

Die Führungsetage sendet indes ein starkes Signal. Allein im Juni kauften Insider eigene Aktien im Wert von 31 Millionen Franken. Seit Februar belaufen sich die Zukäufe auf fast 60 Millionen Franken. Auch Mitgründer Alfred Gantner stockte sein Paket zuletzt auf.

Der nächste Stresstest

Trotz der Turbulenzen hält der Vorstand an seiner Jahresprognose fest. Das Unternehmen erwartet für 2026 Brutto-Neugeldzuflüsse zwischen 26 und 32 Milliarden Dollar. Ein Nebeneffekt des Kursverfalls ist zudem eine historisch hohe projizierte Dividendenrendite von über 6,5 Prozent.

Am 15. Juli legt das Management das Trading-Update vor. Dann müssen die Schweizer beweisen, ob institutionelle Zuflüsse die jüngsten Abflüsse ausgleichen können. Liegen die verwalteten Vermögen unter den zuletzt gemeldeten 184,9 Milliarden Dollar, droht der Aktie neues Ungemach.

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