Partners Group: Grizzly Reports am 29. April

Partners Group weist die Kritik eines Leerverkäufers an der Portfolio-Qualität zurück und verweist auf solide Fundamentaldaten.

Die Kernpunkte:
  • Grizzly Reports veröffentlicht kritischen Bericht
  • Management betont geringes Software-Engagement
  • Fokus auf KI-Infrastruktur als Wachstumsfeld
  • Aktie zeigt sich unbeeindruckt vom Angriff

Der Schweizer Finanzkonzern Partners Group steht unter Beschuss. Ein profitorientierter Leerverkäufer sät Zweifel an der Portfolio-Qualität des Private-Markets-Spezialisten. Das Management reagiert prompt und wehrt sich gegen die Vorwürfe.

KI-Risiken und Infrastruktur

Der Auslöser der Unruhe ist ein aktueller Bericht von Grizzly Reports. Der Leerverkäufer veröffentlichte am Mittwoch ein Papier, das Partners Group als diffamierend zurückweist. Im Kern geht es um Marktsorgen, denn Investoren fürchten überbewertete Software-Firmen im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz.

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Partners Group entkräftet dies. Laut dem Management liegt das direkte Engagement in Software-Unternehmen bei weniger als der Hälfte des Branchendurchschnitts. Stattdessen investiert der Konzern in die physische Infrastruktur des KI-Booms, wie etwa Anlagen zur Energieerzeugung für Rechenzentren.

Stabile Fonds und ruhiger Handel

Ein weiterer Kritikpunkt betrifft den Bereich Private Credit. Offene Fondsstrukturen gelten aktuell als anfällig. Die Schweizer verweisen auf ihr verwaltetes Vermögen von rund 185 Milliarden US-Dollar. Lediglich drei Evergreen-Fonds fokussieren sich auf diesen Kreditbereich, was weniger als drei Prozent der gesamten Gelder entspricht. Netto-Abflüsse gab es hier in den vergangenen zwei Jahren nicht.

Das Resultat: Die Börse reagiert gelassen. Am Donnerstag schloss die Aktie fast unverändert bei 848 Franken. Am heutigen Feiertag ruht der Handel in Zürich.

Dividende und Analystenziele

Das Management blickt ungeachtet der Attacke nach vorn. Langfristig will Partners Group das verwaltete Vermögen auf 450 Milliarden US-Dollar steigern. Für das laufende Jahr erwartet die Führung Kundengelder im zweistelligen Milliardenbereich. Aktionäre fokussieren sich nun auf die Generalversammlung im Mai. Dort steht eine höhere Dividende zur Abstimmung, der Vorschlag lautet 46 Franken je Aktie.

Analysten sehen mehrheitlich noch Luft nach oben. Die Investmentbank Jefferies nennt ein Kursziel von 1.130 Franken. Neuere Schätzungen aus dem April siedeln den fairen Wert im Bereich von 963 Franken an. Die Auszahlung der geplanten Dividende folgt wenige Tage nach dem Aktionärstreffen am 27. Mai.

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