PayPal Aktie: 43 Prozent unter 52-Wochen-Hoch

PayPal verzeichnet deutliche Kursverluste, während CEO Lores einen milliardenschweren Sparkurs einleitet. Aktienrückkäufe stützen den Kurs.

Die Kernpunkte:
  • Aktie verliert über zehn Prozent in einer Woche
  • KGV von 8,2 deutet auf günstige Bewertung hin
  • CEO Lores startet umfassendes Sparprogramm
  • Milliardenschwere Aktienrückkäufe als Kurspuffer

Nach einer turbulenten Handelswoche notiert die PayPal-Aktie bei 38,58 Euro. Das sind mehr als zehn Prozent Verlust innerhalb von sieben Tagen. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 67,50 Euro beträgt mittlerweile 43 Prozent. Anleger diskutieren: Bietet sich hier eine seltene Einstiegschance oder lauert eine Wertfalle?

Historisch niedrige Bewertung

Paypal kommt auf ein KGV von nur 8,2 für das laufende Jahr. Der Umsatz stieg im ersten Quartal um sieben Prozent auf 8,35 Milliarden US-Dollar. Die Marktkapitalisierung liegt bei rund 45 Milliarden Dollar. Das Management peilt einen Free Cashflow von sechs Milliarden Dollar für 2026 an. Bezogen auf den aktuellen Kurs ergibt das eine zweistellige Free-Cashflow-Rendite.

Doch die operative Entwicklung gibt Anlass zur Vorsicht. Die adjustierte operative Marge fiel um 229 Basispunkte auf 18,4 Prozent. Gründe sind ein margenschwächerer Zahlungsmix und Investitionen in die Modernisierung der Plattform. Für das zweite Quartal prognostiziert PayPal einen Rückgang des bereinigten Gewinns je Aktie um neun Prozent.

Umbau unter neuer Führung

CEO Enrique Lores, seit Anfang des Jahres im Amt, hat eine umfassende Reorganisation eingeleitet. Das Unternehmen gliedert sich jetzt in drei Bereiche: das Kerngeschäft mit Checkout-Lösungen, die Verbraucherdienste rund um Venmo sowie die Zahlungsabwicklung und Krypto-Services. Ziel sind Einsparungen von 1,5 Milliarden Dollar binnen 36 Monaten, unter anderem durch KI-gesteuerte Automatisierung.

Rückkäufe als Kurspuffer

Technische Indikatoren wie der RSI von 58,7 deuten auf eine neutrale bis vorsichtige Marktlage hin. Die Aktie bewegt sich nahe der 38-Euro-Marke, die als kurzfristige Unterstützung gilt.

Ein starkes Argument für die Bullen: die massiven Aktienrückkäufe. Im ersten Quartal gab PayPal 1,5 Milliarden Dollar für den Rückkauf eigener Aktien aus. Auf zwölf Monate summiert sich das Volumen auf sechs Milliarden Dollar. Diese Käufe reduzieren den freien Float deutlich und stützen den Kurs von unten. Die operative Marge bleibt der entscheidende Indikator für die nachhaltige Kursentwicklung.

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