PayPal Aktie: 53-Milliarden-Gebot abgelehnt
PayPal expandiert im Hochschulbereich und lockt Investoren an. Ein neues Übernahmeangebot der Stripe-Gruppe könnte den Kurs weiter antreiben.

- Integration an US-Unis
- Danske Bank investiert 19,5 Mio. Dollar
- Neues Stripe-Angebot erwartet
- Umsatz steigt auf 8,68 Mrd. Dollar
PayPal rückt näher an die Campus-Welt heran. Studenten in den USA können ihre Studiengebühren nun direkt über PayPal und Venmo begleichen. Der Konzern integriert seine Dienste dafür fest in die Portale großer Universitäten wie der Michigan State. Das Ziel: die junge Zielgruppe binden und das Geschäft mit internationalen Überweisungen ausbauen.
Expansion am Campus
Der Zahlungsdienstleister hat neue Verträge mit Technologieanbietern wie TouchNet geschlossen. Damit landen PayPal und Venmo nativ in den Zahlungsportalen zahlreicher Hochschulen. Studenten der Kansas State University nutzen die Plattform bereits für ihre Gebühren. Dieser Schritt sichert PayPal den Zugriff auf transaktionsstarke Nutzergruppen in einem frühen Lebensstadium.
Parallel dazu wächst das Interesse der Profi-Anleger. Die Danske Bank hat im zweiten Quartal eine neue Position im Wert von rund 19,5 Millionen Dollar aufgebaut. Auch die Schweizerische Nationalbank hält signifikante Anteile. Mittlerweile befinden sich mehr als 68 Prozent der Aktien in institutioneller Hand.
Druck durch Bietergruppe
Die Spekulationen über einen Verkauf stützen den Kurs. Eine Bietergruppe um den Konkurrenten Stripe soll ein neues Angebot vorbereiten. Das erste Gebot über 53 Milliarden Dollar reichte dem Vorstand im Juli nicht aus. Marktbeobachter rechnen nun mit einer Offerte zwischen 67 und 73 Dollar je Aktie.
Operativ liefert PayPal Argumente für einen hohen Preis. Der Umsatz stieg zuletzt auf 8,68 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie übertraf mit 1,38 Dollar die Erwartungen deutlich. Für das Gesamtjahr 2026 hob das Management die Gewinnprognose auf etwa 5,38 Dollar an.
Umbau und Dividende
Das Unternehmen befindet sich in einem tiefgreifenden Umbau. Drei neue Divisionen sollen die Effizienz steigern. Dazu gehören die Bereiche Checkout-Lösungen, Finanzdienstleistungen für Konsumenten sowie das Krypto-Geschäft. Eine Quartalsdividende von 0,14 Dollar je Aktie wurde zuletzt bestätigt.
Die hohe Volatilität von 54 Prozent zeigt die Nervosität im Markt. Jede neue Information zur Bietergruppe könnte den Kurs nun massiv bewegen. Anleger achten in den kommenden Wochen besonders auf eine offizielle Stellungnahme zu einem möglichen nachgebesserten Angebot durch Stripe oder Advent International.
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