PayPal Aktie: Gemischte Lage
PayPals Aktie wird trotz niedriger Bewertung und erweiterter Kooperation mit der Deutschen Bank von Analysten zurückhaltend eingeschätzt. Insider-Verkäufe entpuppen sich als steuerbedingte Routine.

- Analysten stufen PayPal auf Hold oder Neutral herab
- Insider-Verkäufe sind steuerbedingte Standardprozesse
- Partnerschaft mit Deutscher Bank wird deutlich ausgeweitet
- Aktie wird günstig bewertet, Wachstumstreiber fehlen
Analysten werden vorsichtiger, Insider-Verkäufe lösen Verwirrung aus, und gleichzeitig baut PayPal eine wichtige Bankenpartnerschaft aus. Die Aktie wirkt günstig bewertet, doch der Spielraum nach oben bleibt vorerst begrenzt. Wie passt das zusammen?
Analysten werden zurückhaltender
Die Stimmung am Markt wird heute durch eine neue Einstufung von Wall Street Zen belastet. Das Portal hat PayPal von „Buy“ auf „Hold“ herabgestuft. Solche Anpassungen können zu algorithmisch getriebenem Verkaufsdruck zu Wochenbeginn führen.
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Die Herabstufung reiht sich in eine Reihe vorsichtiger Analystenkommentare der vergangenen Tage ein:
- Piper Sandler hat das Kursziel auf 74 US‑Dollar gesenkt und bleibt bei „Neutral“.
- Daiwa Securities hat das Kursziel deutlich auf 61 US‑Dollar reduziert und die Aktie am 13. Januar ebenfalls auf „Neutral“ heruntergestuft.
Die Anpassungen spiegeln wachsende Sorgen über den Wettbewerbsdruck wider, obwohl die Bewertung niedrig ist. In der Tendenz gehen die Analysten davon aus, dass PayPal profitabel bleibt, das kurzfristige Aufwärtspotenzial aber durch Marktsättigung begrenzt ist.
Insidertransaktionen: Korrektur eines Missverständnisses
Entgegen einigen negativen Schlagzeilen am Wochenende deuten die jüngsten Insidertransaktionen laut SEC-Meldungen nicht auf ein Vertrauensproblem im Management hin.
Am 15. Januar meldete das Unternehmen, dass CEO James Alexander Chriss sowie weitere Führungskräfte, darunter die EVPs Frank Keller und Diego Scotti, Aktien abgegeben haben. Ein Blick in die Details zeigt jedoch, dass es sich um steuerbedingte Vorgänge im Rahmen von Aktienvergütungen handelt – nicht um freiwillige Verkäufe am offenen Markt.
Wesentliche Punkte:
- Beim CEO wurden 23.281 Restricted Stock Units (RSUs) fällig. Rund 9.724 Aktien wurden automatisch einbehalten, um Steuerverpflichtungen zu bedienen.
- Solche „Disposals“ sind ein standardisierter, automatisierter Prozess bei der Auszahlung aktienbasierter Vergütung.
- Chriss hält weiterhin fast 200.000 Aktien direkt.
Investoren, die diese Meldungen als Warnsignal interpretieren, verkennen damit übliche Vergütungs- und Steuermechanismen. In den Unterlagen vom 15. Januar gibt es keinen Hinweis darauf, dass Führungskräfte ihre Kernpositionen aus Marktskepsis aktiv abbauen.
Erweiterte Partnerschaft mit Deutscher Bank
Parallel zur eher zurückhaltenden Analystenstimmung stärkt PayPal operativ seine Basis. Das Unternehmen hat eine deutliche Ausweitung der Zusammenarbeit mit der Deutschen Bank bekannt gegeben.
Kernpunkte der Vereinbarung:
- Die Deutsche Bank wird künftig Händlerabwicklungen und Auszahlungen für PayPal in den USA, Europa und der Asien-Pazifik-Region übernehmen.
- Ziel ist es, Abwicklungsprozesse zu vereinfachen und das Liquiditätsmanagement für die weltweite Händlerbasis zu verbessern.
Diese Partnerschaft zeigt, dass sich das operative Geschäft weiter in die globale Finanzinfrastruktur einbettet, auch wenn der Aktienkurs derzeit wenig Dynamik zeigt.
Bewertung und Sichtweisen
Die Aktie wird aktuell mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 11,4 gehandelt und liegt damit deutlich im „Value“-Bereich, deutlich günstiger als viele Technologiewerte.
- Aus bullischer Sicht stützt die niedrige Bewertung in Kombination mit umfangreichen Aktienrückkäufen den Kurs nach unten.
- Aus pessimistischer Sicht ist das niedrige Multiple angesichts nur einstellig erwarteter Wachstumsraten gerechtfertigt, mit dem Risiko einer „Value Trap“, bis die Umsätze wieder stärker zulegen.
Damit prallen zwei Lager aufeinander: Die einen sehen eine günstige Chance, die anderen einen Titel, der ohne Wachstumstreiber lange günstig bleiben könnte.
Technische Marke und Ausblick
Im heutigen Handel rückt vor allem die Unterstützungszone um 56 US‑Dollar in den Fokus. Die Herabstufung durch Wall Street Zen wirkt kurzfristig belastend, zugleich nimmt die Klarstellung zu den Insider-Transaktionen einen vermeintlichen Risikofaktor aus der Gleichung.
Für eine nachhaltige Trendwende werden nach heutigem Stand aber eher deutliche Gewinnüberraschungen als allein eine niedrige Bewertung entscheidend sein. Bis dahin dürfte die Aktie in einer Phase bleiben, in der das Unternehmen mit Zahlen und operativen Fortschritten überzeugen muss.
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