PayPal Aktie: Globale Stablecoin-Offensive
PayPal startet seinen Stablecoin PYUSD in 70 internationalen Märkten, um grenzüberschreitende Zahlungen zu beschleunigen, während das Unternehmen mit einer Sammelklage und Kursverlusten zu kämpfen hat.

- Internationale Einführung des PYUSD in 70 Ländern
- Angriff auf den Markt für internationale Überweisungen
- Laufende Sammelklage und Kursrückgang belasten
- Starkes operatives Wachstum im dritten Quartal 2025
Während PayPal an der Börse mit den Nachwehen einer Sammelklage und dem Rücktritt des CEOs kämpft, treibt der Zahlungsdienstleister sein Krypto-Geschäft massiv voran. Diese Woche startete das Unternehmen die internationale Expansion seines eigenen Stablecoins PYUSD in 70 Märkten. Der Schritt soll grenzüberschreitende Zahlungen beschleunigen und dem Konzern neue Einnahmequellen abseits des klassischen Checkout-Geschäfts erschließen.
Angriff auf den Überweisungsmarkt
Seit dem 17. März können Nutzer in Ländern wie Singapur, Großbritannien oder Peru den an den US-Dollar gekoppelten Token PYUSD kaufen, halten und versenden. Um die technischen Anforderungen für weltweite Transfers zu bewältigen, greift PayPal auf das Stellar-Netzwerk zurück. Dort werden Transaktionen in rund 9,5 Sekunden abgewickelt, wobei die durchschnittlichen Kosten bei einem Bruchteil eines US-Cents liegen. Damit zielt der Konzern direkt auf den lukrativen Markt für internationale Rücküberweisungen ab und versucht, die traditionell hohen Gebühren in diesem Sektor zu unterbieten.
Renditeversprechen trifft auf Regulierung
Um Nutzer auf die Plattform zu locken, bietet das Unternehmen in ausgewählten Märkten eine jährliche Rendite von vier Prozent auf PYUSD-Guthaben an. Eine Ausweitung dieses Programms auf die neuen internationalen Märkte hängt allerdings von den regulatorischen Rahmenbedingungen ab. In den USA steckt der sogenannte CLARITY Act derzeit im Gesetzgebungsprozess fest, was die rechtliche Einstufung solcher Zinszahlungen erschwert. Mit einer Marktkapitalisierung von rund vier Milliarden US-Dollar ist der PayPal-Token zwar ein relevanter Akteur, hinkt den Branchenführern Tether und Circle mit Bewertungen von 143 beziehungsweise 78 Milliarden US-Dollar aber noch deutlich hinterher.
Juristische Altlasten belasten
Abseits der Krypto-Ambitionen muss das Management juristische Baustellen abarbeiten. Vor einem kalifornischen Gericht läuft derzeit eine Sammelklage, die dem Unternehmen irreführende Angaben zum Wachstum des „Branded Checkout“-Bereichs vorwirft. Die Kläger beziehen sich auf Finanzziele für 2027, die im Februar 2026 nach dem Rücktritt des ehemaligen CEOs Alex Chriss zurückgezogen wurden. Diese Unsicherheit spiegelt sich in der jüngsten Kursentwicklung wider. Die Aktie beendete den Freitagshandel bei 38,12 Euro und verzeichnet damit seit Jahresbeginn ein Minus von gut 23 Prozent.
Anleger blicken nun auf den 20. April 2026. Bis zu diesem Stichtag können sich Investoren der laufenden Sammelklage als Hauptkläger anschließen. Parallel dazu muss das operative Geschäft die jüngsten Zahlen bestätigen: Im dritten Quartal 2025 verzeichnete PayPal ein Umsatzplus von sieben Prozent auf 8,4 Milliarden US-Dollar bei einem abgewickelten Zahlungsvolumen von über 458 Milliarden US-Dollar.
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