PayPal Aktie: Klagen nehmen Fahrt auf
Nach dem massiven Kursrutsch im Februar 2026 laufen nun Sammelklagen gegen PayPal. Das Unternehmen restrukturiert parallel sein Krypto-Geschäft, während die Aktie sich leicht erholt hat.

- Sammelklagen wegen angeblicher Anlegettäuschung
- Restrukturierung der Krypto-Sparte unter neuem Namen
- Stablecoin PYUSD erreicht Rekordvolumen
- Aktienkurs erholt sich leicht vom Tiefstand
Am 3. Februar 2026 brach die PayPal-Aktie an einem einzigen Tag um mehr als 20 Prozent ein. Auslöser: schwache Quartalszahlen, Probleme im Kerngeschäft und der überraschende Abgang von CEO Alex Chriss. Jetzt zieht dieser Tag juristische Konsequenzen.
Sammelklagen gegen PayPal
Die Frist zur Anmeldung als Hauptkläger in den laufenden Wertpapierklagen gegen PayPal ist am 20. April 2026 abgelaufen. Damit beginnt die nächste Phase der Verfahren. Mehrere Kanzleien haben unabhängig voneinander Sammelklagen eingereicht — darunter Faruqi & Faruqi sowie Labaton Keller Sucharow, die im Auftrag des Norfolk County Retirement System klagt.
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Der Vorwurf ist klar: PayPal soll Anleger zwischen Februar 2024 und Februar 2026 systematisch über die Wachstumsaussichten im sogenannten Branded-Checkout-Geschäft getäuscht haben. Das Management habe den Eindruck erweckt, das Unternehmen sei auf Kurs — während intern gravierende Umsetzungsprobleme die Wachstumsziele untergruben. Die Kläger argumentieren, dass die für 2027 gesetzten Ziele unter der Führung des damaligen CEO schlicht nicht erreichbar waren.
Wertpapierklagen dieser Art dauern typischerweise zwei bis vier Jahre bis zur endgültigen Einigung.
Krypto-Sparte bekommt neue Struktur
Parallel zur juristischen Front vollzieht PayPal einen strukturellen Umbau im Krypto-Bereich. Ab dem 20. April 2026 laufen die Krypto-Dienste nicht mehr unter PayPal, Inc., sondern unter der neu gegründeten PayPal Digital, Inc. — einem in New York lizenzierten Trust-Unternehmen, das auch unter dem Namen Venmo Digital auftritt. Bestehende Nutzer müssen nichts unternehmen; Zugangsdaten und App bleiben unverändert.
Der Stablecoin PYUSD wächst derweil weiter. PayPal hat ihn inzwischen in 70 Märkten verfügbar gemacht. Das umlaufende Volumen erreichte zuletzt rund 4,3 Milliarden Dollar — ein Rekordwert.
Aktie erholt sich, bleibt aber belastet
Der Kurs hat sich vom Tief bei 32,93 Euro im Februar spürbar erholt und notiert aktuell bei rund 43 Euro — über dem 50-Tage-Durchschnitt von 38,42 Euro. Auf Jahressicht liegt die Aktie dennoch rund 20 Prozent im Minus.
PayPal kämpft auf zwei Fronten gleichzeitig: Die Klagen binden Managementkapazität und erzeugen Unsicherheit über mögliche Vergleichszahlungen. Das Krypto-Geschäft soll gleichzeitig Wachstumsperspektiven öffnen. Ob die Neuausrichtung schnell genug greift, um das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen, wird sich spätestens mit den nächsten Quartalszahlen zeigen — dann unter neuer Führung.
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