PayPal Aktie: Kritische Marke
Die PayPal-Aktie kämpft um einen wichtigen technischen Support. Analysten senken Ziele und sehen Herausforderungen, während eine niedrige Bewertung einen Puffer bietet.

- Aktie notiert knapp über kritischem Support-Level
- Mehrere Banken senken Kursziele und Prognosen
- Wettbewerbsdruck durch Apple Pay und Stripe
- Niedrige Bewertung bietet fundamentalen Puffer
PayPal steht unter Druck. Nach monatelangem Abwärtstrend notiert die Aktie mit 56,89 Dollar nur knapp über einem wichtigen Support-Level. Die Wall Street zeigt sich skeptisch – gleich mehrere Banken haben ihre Erwartungen zuletzt gesenkt. Grund genug für einen näheren Blick auf die aktuelle Lage.
Technische Warnsignale häufen sich
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Vom 52-Wochen-Hoch bei 89,31 Dollar ist die Aktie mittlerweile gut 36 Prozent entfernt. Besonders kritisch wird es jetzt rund um die Marke von 56,30 Dollar. Am Freitag testete der Titel kurzzeitig 56,24 Dollar, konnte sich aber knapp darüber halten. Technische Analysten warnen: Ein nachhaltiger Rutsch unter dieses Niveau könnte weiteren Verkaufsdruck auslösen.
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Die Volatilität von über 50 Prozent auf Jahressicht und ein RSI von 70,5 deuten zudem auf eine überkaufte Situation im kurzfristigen Bereich hin – trotz des längerfristigen Abwärtstrends.
Was Analysten sagen
Die Einschätzungen der großen Investmentbanken fallen überwiegend verhalten aus:
- JPMorgan stufte die Aktie herab und senkte das Kursziel von 80 auf 70 Dollar. Die Analysten sehen Herausforderungen bei der Umsetzung der Turnaround-Strategie.
- Bank of America äußerte Bedenken speziell zum “Branded Checkout”-Geschäft. Das Wachstum im vierten Quartal dürfte schwächer ausfallen. 2026 bezeichnen die Analysten als weiteres “Investitionsjahr” – Erträge bleiben Mangelware.
- Piper Sandler reduzierte das Kursziel leicht auf 74 Dollar und bleibt neutral gestimmt.
Die Sorge der Wall Street: PayPal verliert im Wettbewerb mit Apple Pay und Stripe an Boden, während gleichzeitig die Margen unter Druck geraten.
Bewertung bietet Puffer
Trotz der negativen Charttechnik zeigt sich bei den fundamentalen Kennzahlen ein anderes Bild. Mit einem Forward-KGV zwischen 9,8 und 12 liegt die Bewertung deutlich unter dem historischen Durchschnitt und unter dem Fintech-Sektor insgesamt. Der Markt preist offenbar kaum noch Wachstum ein.
Für diese pessimistische Sichtweise gibt es jedoch auch Gegenargumente: PayPal arbeitet an neuen Geschäftsfeldern. Die Partnerschaft mit Microsoft soll KI-gestützte Zahlungslösungen bringen – etwa über “Copilot Checkout”. Zudem startet im Januar das Programm “Transaction Graph Insights & Measurement”, mit dem Händler gezielt kaufbereite Kunden ansprechen können.
Die nächsten Wochen entscheidend
Ob die Aktie die 56-Dollar-Marke verteidigen kann, wird sich kurzfristig zeigen. Die niedrige Bewertung bietet theoretisch einen Boden, doch fehlt es derzeit an positiven Impulsen. Die anstehenden Q4-Zahlen dürften richtungsweisend sein: Investoren wollen sehen, ob die Effizienzmaßnahmen des neuen Managements greifen. Bis dahin bleibt die Aktie anfällig für weitere Schwäche.
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