PayPal Aktie: Neue Signale

PayPal erhält eine Analysten-Upgrade auf 'Buy' und wird in Microsoft Copilot integriert. Gleichzeitig bauen institutionelle Investoren ihre Positionen massiv aus, während die Aktie günstig bewertet bleibt.

Die Kernpunkte:
  • Analystenhaus hebt Rating von 'Hold' auf 'Buy'
  • Strategische Integration in Microsofts KI-Assistenten Copilot
  • Institutionelle Investoren kaufen PayPal-Aktien massiv nach
  • Aktie notiert weit unter ihrem 52-Wochen-Hoch

PayPal bekommt zum Wochenende Rückenwind von Analysten und institutionellen Investoren. Ein frisches „Buy“-Rating, starke Zukäufe großer Adressen und eine strategische Integration mit Microsoft rücken den Titel wieder stärker in den Fokus. Im Kern geht es um die Frage: Deckt sich der eher zurückhaltende Kursverlauf noch mit den jüngsten Fundamentaldaten und Partnerschaften?

Analystenwende und Großinvestoren

Auslöser der neuen Aufmerksamkeit ist ein Research-Update von Wall Street Zen vom Samstag. Die Einstufung wurde von „Hold“ auf „Buy“ angehoben. Begründung: attraktivere Bewertung und verbesserte Wachstumsperspektiven. Damit setzt sich das Haus von der eher vorsichtigen Linie anderer Analysten ab – Goldman Sachs hatte das Kursziel zuletzt auf 65 US‑Dollar gesenkt, Mizuho auf 75 US‑Dollar.

Parallel dazu zeigen neue Pflichtmitteilungen deutliche Bewegungen auf der Investorenseite:

  • Ariose Capital Management Ltd hat seine Position um 347 % ausgebaut und hält nun 193.100 PayPal‑Aktien im Volumen von rund 12,95 Mio. US‑Dollar.
  • Kingstone Capital Partners Texas LLC ist neu eingestiegen und meldet ein Engagement über 3,51 Mio. US‑Dollar.
  • Commonwealth Equity Services LLC hat seine Beteiligung dagegen moderat um 7,5 % reduziert, bleibt aber mit über 15 Mio. US‑Dollar investiert.

Diese Verschiebungen deuten auf eine wachsende Zuversicht einzelner institutioneller Investoren hin, obwohl die jüngste Kursentwicklung eher verhalten war.

Microsoft-Deal und Produktstrategie

Im Hintergrund steht eine strategisch wichtige Nachricht vom Freitag: PayPal wird in Microsoft Copilot integriert. Nutzer können künftig direkt innerhalb des KI‑Assistenten von Microsoft Einkäufe abwickeln. Damit verankert sich PayPal in einem Umfeld, in dem KI‑gestützte Nutzeroberflächen und kontextbezogene Zahlungen an Bedeutung gewinnen.

Trotz dieser Meldung gab der Kurs am Freitag in einem schwächeren Gesamtmarkt um 1,05 % auf 57,66 US‑Dollar nach. Die Integration mit Copilot liefert jedoch ein konkretes Anwendungsfeld in der Schnittmenge aus KI und digitalem Bezahlen – ein Punkt, der offenbar vor allem institutionelle Adressen anspricht.

Parallel verfolgt PayPal mit der „PayPal World“-Initiative eine weitere Wachstumssäule. Laut einer Analyse der Bank of America könnte dieses Programm, das auf grenzüberschreitende Wallet‑Konnektivität abzielt, bei einer vergleichsweise geringen Durchdringung von 5 % zusätzliche Erlöse von rund 365 Mio. US‑Dollar beisteuern. Während das klassische „branded Checkout“-Geschäft unter Wettbewerbsdruck durch Apple Pay und Google Pay steht, rückt damit die Rolle von PayPals Infrastruktur und Cross‑Border‑Fähigkeiten stärker in den Vordergrund.

Historisch wurde PayPal häufig dafür kritisiert, neue Produkte nicht konsequent zu monetarisieren. Die Kombination aus Microsoft‑Integration und PayPal World gehört nun zu den greifbarsten produktgetriebenen Wachstumshebeln der vergangenen Quartale.

Bewertung und Marktlage

Auf Basis der jüngsten Daten wird PayPal weiter deutlich unter früheren Bewertungsniveaus gehandelt. Ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 11,7 und ein PEG‑Ratio von 0,72 signalisieren, dass der Markt trotz einer Eigenkapitalrendite von über 25 % viel Skepsis in den Kurs einpreist.

Das spiegelt sich auch im Chartbild wider: Auf 12‑Monats-Sicht liegt die Aktie rund ein Drittel im Minus, der Abstand zum 52‑Wochen-Hoch von 89,31 US‑Dollar beträgt etwa 35 %. Gleichzeitig notiert der Titel aber oberhalb seines 50‑Tage‑Durchschnitts und rund 14 % über dem jüngsten Jahrestief – ein Hinweis auf eine gewisse Stabilisierung nach der vorangegangenen Schwächephase. Der RSI von gut 70 zeigt kurzfristig ein eher heiß gelaufenes Niveau.

Kurz gefasst:

  • Deutlich gedrückte Bewertung trotz hoher Profitabilität
  • Kurs weit unter dem 52‑Wochen-Hoch, aber über dem jüngsten Tief
  • Institutionelle Käufe nehmen zu, während einzelne Investoren moderat abbauen
  • Neue Wachstumsfelder durch Microsoft Copilot und PayPal World

Ausblick: Quartalszahlen als nächster Test

Der nächste entscheidende Termin ist der Q4‑2025‑Bericht, der Ende Januar oder Anfang Februar erwartet wird. Für das Gesamtjahr peilt PayPal ein Ergebnis je Aktie von 5,35 bis 5,39 US‑Dollar an – ein Korridor, der einen soliden Jahresendspurt im wichtigen Weihnachtsquartal voraussetzt.

Charttechnisch bewegt sich die Aktie aktuell in einer Konsolidierungszone um 57 bis 58 US‑Dollar. Aus dem ursprünglichen Bericht ergibt sich, dass ein nachhaltiger Ausbruch über den 50‑Tage‑Durchschnitt als erstes Bestätigungssignal für das nun sichtbare institutionelle Kaufinteresse gelten würde, während die Region um das jüngste 52‑Wochen‑Tief als zentrale Unterstützungszone fungiert. Die anstehenden Zahlen werden zeigen, ob PayPal die Kombination aus neuer Produktdynamik und günstiger Bewertung in messbares Wachstum übersetzen kann.

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