PayPal Aktie: NFL-Partner mit fünf Rookie-Endorsern
PayPal verknüpft Venmo mit der Haupt-App und startet NFL-Kampagne. Neuer CEO Lores steht vor ersten Quartalszahlen im Mai.

- Erste NFL-Partnerschaft für Geldtransfers
- Direkter Geldtransfer zwischen Venmo und PayPal
- Neuer CEO präsentiert erste Quartalszahlen
- Aktie mit deutlichem Jahresverlust
Auf dem Rasen geht es um Raumgewinn, für PayPal um Marktanteile. Der Zahlungsdienstleister nutzt den aktuellen NFL Draft für eine groß angelegte Marketingoffensive. Als erster offizieller Partner der Liga für private Geldtransfers will der Konzern sein Ökosystem stärken. Das Manöver fällt in eine entscheidende Phase für das Unternehmen.
Brückenschlag zwischen Venmo und PayPal
Im Zentrum der neuen Strategie steht die technische Verschmelzung der hauseigenen Plattformen. Nutzer können ab sofort direkt zwischen der Haupt-App und Venmo Geld transferieren. Das verbindet hunderte Millionen internationale Konten mit der US-Nutzerbasis.
Das Management verspricht sich davon spürbare Impulse für das Transaktionsvolumen. Im vergangenen Jahr wuchs dieser Bereich über beide Plattformen hinweg um sieben Prozent. Die anstehenden internationalen NFL-Spiele sollen nun weiteres grenzüberschreitendes Wachstum antreiben.
Hinter der Offensive steht Enrique Lores. Der neue Vorstandschef hat Anfang März das Ruder übernommen und fokussiert sich auf operative Effizienz. Er muss das schwächelnde Kerngeschäft rund um den Checkout-Button wiederbeleben.
Feuerprobe für den neuen Chef
Am 5. Mai präsentiert Lores seine ersten Quartalszahlen. Analysten rechnen im Schnitt mit einem Gewinn je Aktie von 1,27 US-Dollar. Das entspräche einem leichten Rückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Für das Gesamtjahr liegt die Konsensschätzung bei gut fünf US-Dollar.
Am Aktienmarkt spiegelt sich die operative Unsicherheit wider. Das Papier notiert aktuell bei rund 42 Euro und hat seit Jahresbeginn knapp 15 Prozent an Wert verloren. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch bleibt mit über 37 Prozent beträchtlich.
Die günstige fundamentale Bewertung lockt zwar Schnäppchenjäger an. Ein erwartetes Kurs-Gewinn-Verhältnis im einstelligen Bereich markiert einen massiven Abschlag zur historischen Norm des Konzerns.
Entsprechend gespalten reagieren Analysten. Die Bank of America hob ihr Kursziel kürzlich auf 55 US-Dollar an und verweist auf neue Einnahmequellen. Truist Securities taxiert den fairen Wert hingegen auf 45 US-Dollar. Die Experten sehen anhaltenden Gegenwind durch das makroökonomische Umfeld und den harten Wettbewerb im Zahlungssektor.
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