PayPal Aktie: Spürbare Abwärtsspirale?

PayPal sieht sich nach schwachem Quartal und Führungswechsel mit einer Sammelklage konfrontiert. Der neue CEO setzt auf KI, um das angeschlagene Kerngeschäft zu stabilisieren.

Die Kernpunkte:
  • Sammelklage wegen angeblicher Täuschung von Investoren
  • Kursverlust von 20 Prozent nach Quartalszahlen
  • Neuer CEO Enrique Lores startet mit KI-Strategie
  • Analysten senken Kursziele drastisch

Der Zahlungsdienstleister PayPal kommt nicht zur Ruhe. Nach einem enttäuschenden vierten Quartal 2025 und einem überraschenden Chefwechsel sieht sich das Unternehmen nun mit einer Sammelklage wegen Wertpapierbetrugs konfrontiert. Investoren werfen dem Management vor, die Wachstumsaussichten im Vorfeld des jüngsten Kurssturzes verschleiert zu haben.

Auslöser der juristischen Auseinandersetzung sind die Ereignisse von Anfang Februar. Damals verfehlte PayPal nicht nur die Umsatz- und Gewinnerwartungen, sondern meldete einen drastischen Wachstumsrückgang beim wichtigen „Branded Checkout“. Das Volumen stieg hier nur noch um ein Prozent, verglichen mit fünf Prozent im Vorquartal. Zeitgleich kündigte das Unternehmen den Abgang des damaligen CEOs an. Anleger reagierten prompt und schickten den Kurs an einem einzigen Tag um rund 20 Prozent in die Tiefe.

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Aktuell notiert das Papier bei 40,14 Euro und damit gut 40 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch. Analysten haben ihre Erwartungen angesichts der operativen Probleme deutlich nach unten korrigiert. Die Investmentbank Canaccord Genuity senkte ihr Kursziel drastisch von 100 auf 42 US-Dollar und verwies auf eine schwächere Wettbewerbsposition sowie trübe kurzfristige Ertragsaussichten.

Neustart mit KI-Fokus

Seit dem 1. März 2026 soll nun Enrique Lores das Ruder herumreißen. Der ehemalige HP-Chef bringt Erfahrung in der Umstrukturierung von Technologiekonzernen mit und war maßgeblich an der Aufspaltung von HP und HPE beteiligt. Um sich gegen die wachsende Konkurrenz im digitalen Zahlungsverkehr zu behaupten, setzt PayPal unter der neuen Führung verstärkt auf Künstliche Intelligenz.

Eine neue Partnerschaft mit Sabre und Mindtrip zielt darauf ab, KI-gesteuerte Reisebuchungen ab dem zweiten Quartal direkt mit PayPals Bezahlsystemen zu verknüpfen. Ziel ist es, die Standard-Zahlungsoption für KI-gesteuertes Shopping zu werden. Das Management räumte allerdings ein, dass diese Initiativen die Ergebnisse im laufenden Jahr noch nicht spürbar beeinflussen werden.

Die kommenden Monate erfordern von der neuen Führungsebene ein paralleles Krisenmanagement. Während Lores die operativen Kostenstrukturen anpassen und Marktanteile im Checkout-Bereich verteidigen muss, binden die laufenden Sammelklagen zusätzliche Ressourcen. Der Verzicht auf eine mehrjährige Prognose unterstreicht, dass PayPal zunächst das Kerngeschäft stabilisieren muss, bevor langfristiges Wachstum wieder verlässlich planbar wird.

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