PayPal Aktie: X Money-Schock!

Die Investmentbank Mizuho stuft PayPal herab und sieht das Kerngeschäft durch Elon Musks neue Zahlungsplattform X Money bedroht. Trotz der Warnung zeigt die Aktie kurzfristige Erholung.

Die Kernpunkte:
  • Analysten senken Rating und Kursziel für PayPal
  • X Money von Elon Musk als direkte Konkurrenz
  • Venmo-Geschäft gilt als besonders verwundbar
  • Aktie zeigt trotz Downgrade kurzfristige Stärke

Elon Musk greift an — und diesmal trifft es PayPal ins Mark. Die Investmentbank Mizuho hat vergangene Woche ihr Rating von Outperform auf Neutral gesenkt und das Kursziel von 60 auf 50 Dollar gekürzt. Der Auslöser war kein enttäuschendes Quartalsergebnis, sondern ein Konkurrenzprodukt: X Money.

Venmo im Fadenkreuz

Mizuho sieht in der geplanten Zahlungsplattform von Elon Musks X-Netzwerk eine ernsthafte Bedrohung für PayPals Kerngeschäft. Besonders Venmo gilt als verwundbar — das Peer-to-Peer-Zahlungssystem lebt vom US-amerikanischen Privatkundengeschäft, genau dem Segment, das X Money zuerst angreifen will. Mizuho warnt, die Konkurrenz könnte sich rasch auf PayPals Händlerbeziehungen im Social-Commerce-Bereich ausweiten und senkte entsprechend die Wachstumsprognosen für Venmo und den markeneigenen Checkout-Dienst.

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X Money soll als Finanz-Ökosystem starten, das Messaging, Zahlungen und Handel verbindet — modelliert nach WeChat Pay und Alipay. Ob das Modell in westlichen Märkten verfängt, ist offen. Mizuho wettet jedenfalls darauf, dass der Druck auf PayPal real wird.

Erholung trotz Gegenwind

Trotz des Downgrades hielt sich die Aktie überraschend stabil. Auf Wochensicht legte sie rund zwölf Prozent zu und schloss den Freitag bei 43,08 Euro — ein Zeichen, dass der Markt die Mizuho-Einschätzung zumindest teilweise bereits eingepreist hatte. Der 50-Tage-Durchschnitt bei 38,23 Euro liegt inzwischen deutlich darunter. Zum 200-Tage-Durchschnitt bei 51,33 Euro fehlen allerdings noch gut 16 Prozent.

Seit Jahresbeginn steht die Aktie mit rund 13 Prozent im Minus. Das Bild ist damit gespalten: kurzfristige Erholung vom Februar-Tief, mittelfristig aber klare Underperformance.

Lichtblicke und rechtliche Schatten

Nicht alles deutet nach unten. PayPal integrierte seinen Payment-Links-Dienst in Canva — mit Zugang zu 265 Millionen monatlichen Nutzern. Venmo erweiterte sein Cashback-Programm auf bis zu fünf Prozent bei ausgewählten Händlern. Das Unternehmen kaufte 2025 eigene Aktien im Wert von sechs Milliarden Dollar zurück, zahlt eine Quartalsdividende von 0,14 Dollar je Aktie und erwartet für 2026 einen freien Cashflow von mindestens sechs Milliarden Dollar.

Weniger erfreulich: Mehrere Sammelklagen laufen, deren Kläger-Anmeldefrist am 20. April abläuft — zeitgleich mit dem Mizuho-Downgrade kein angenehmes Zusammentreffen.

Quartalszahlen als nächster Test

Am 5. Mai 2026 legt PayPal vor Börseneröffnung seine Ergebnisse für das erste Quartal vor. Die eigene Prognose für 2026 sieht beim bereinigten Gewinn je Aktie nur einen leichten Rückgang gegenüber dem Vorjahreswert von 5,31 Dollar vor — Spielraum für negative Überraschungen ist kaum vorhanden. Von 45 Analysten empfehlen 32 die Aktie zum Halten, sieben zum Kauf; das Konsenskursziel liegt bei 56,61 Dollar. Ob PayPal diesen Abstand bis Mai rechtfertigen kann, hängt maßgeblich davon ab, wie überzeugend das Unternehmen beim Checkout-Wachstum liefert.

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