PayPal: Auf Breakup-Watchlist von Gordon Haskett
PayPal gliedert Geschäft in drei Segmente, was Spekulationen über Venmo-Verkauf anheizt. Analysten uneins über Erfolg der Strategie.

- Dreiteilung des Geschäfts angekündigt
- Venmo-Abtrennung weckt Verkaufsfantasie
- Morgan Stanley senkt Kursziel auf 34 Dollar
- Branded Checkout als Wachstumsindikator
PayPal hat sein Geschäft in drei Segmente aufgeteilt — und damit sofort Spekulationen über eine mögliche Zerschlagung ausgelöst. Am 5. Mai folgen die Quartalszahlen. Die Erwartungen sind gemischt, die Stimmung angespannt.
Venmo im Visier der Aktivisten
Am 29. April gab PayPal eine Reorganisation bekannt. Künftig gliedert sich das Unternehmen in drei Bereiche: Checkout Solutions & PayPal, Consumer Financial Services & Venmo sowie Payment Services & Crypto.
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Gordon Haskett reagierte prompt. Don Bilson, Leiter der ereignisgetriebenen Analyse, erklärte, die Abtrennung von Venmo könnte einen Verkauf oder Spin-off vorbereiten. PayPal lande damit auf der „Breakup-Watchlist“ seiner Firma. Bilson verwies außerdem auf einen Bloomberg-Bericht von Februar, wonach PayPal bereits Übernahmeinteresse auf sich gezogen hatte. Die Venmo-Trennung könnte also aus Gesprächen mit potenziellen Käufern entstanden sein.
Morgan Stanley bleibt skeptisch
Nicht alle sehen die Umstrukturierung positiv. Morgan Stanley-Analyst James Faucette hält an seiner Verkaufsempfehlung fest und senkte das Kursziel auf 34 Dollar. Er wertet die Dreiteilung als marginal hilfreich für Transparenz und Verantwortlichkeit — aber nicht als Antwort auf die strukturellen Probleme. Faucette kritisiert, dass das Management den freien Cashflow bis Ende 2026 weitgehend für Aktienrückkäufe einplant, statt in Produktentwicklung und breitere Venmo-Akzeptanz zu investieren.
Bank of America sieht das anders. Die Bank hob ihr Kursziel auf 55 Dollar an, behält aber die neutrale Einstufung bei.
Branded Checkout: Das entscheidende Wachstumssignal
Am 5. Mai, vor Handelsbeginn, legt PayPal seine Zahlen für das erste Quartal 2026 vor. Analysten erwarten einen Gewinn von 1,27 Dollar je Aktie — ein Rückgang von 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Transaktionserlöse sollen auf 7,31 Milliarden Dollar steigen, das Gesamtzahlungsvolumen auf rund 448 Milliarden Dollar.
Der eigentliche Prüfstein ist das Branded-Checkout-Geschäft. Es ist PayPals margenstärkstes Segment. Im vierten Quartal 2025 wuchs es nur noch um ein Prozent — nach sechs Prozent ein Jahr zuvor. Kein Wunder, dass Anleger nervös reagieren. Management und Analysten warten auf Zeichen, dass sich das Wachstum wieder in Richtung niedriger einstelliger Prozentbereiche bewegt.
Für das Gesamtjahr erwartet das Management ein leicht positives bis niedrig einstelliges Wachstum im Branded Checkout. Das bereinigte EPS soll im ersten Quartal im mittleren einstelligen Prozentbereich sinken. Der freie Cashflow soll mindestens 6,0 Milliarden Dollar erreichen.
Kurs erholt, Konsens vorsichtig
Die Aktie schloss am 30. April bei 50,34 Dollar. In den vergangenen vier Wochen legte sie rund 14 Prozent zu — nach einem Einbruch von über 20 Prozent Anfang Februar, als schwache Q4-2025-Zahlen die Anleger überraschten.
Von 43 Analysten empfehlen 29 ein „Halten“, sechs ein „Starkes Kaufen“, fünf ein „Starkes Verkaufen“. Das KGV liegt bei 9,27. Für 2026 erwarten Analysten einen Gewinn von 5,31 Dollar je Aktie — auf dem Niveau von 2025. Für 2027 prognostizieren sie rund neun Prozent Wachstum auf 5,79 Dollar.
Der Quartalsbericht am Montag wird zeigen, ob die Reorganisation mehr ist als ein strukturelles Signal — oder ob PayPal liefern kann, was Analysten seit Monaten vermissen: echtes Wachstum im Kerngeschäft.
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