Peloton Aktie: Neue Konkurrenz-Dynamik
Der ehemalige Peloton-Chef Barry McCarthy tritt dem Aufsichtsrat der Fitness-App Strava bei, die einen IPO für 2026 plant. Dies unterstreicht den Wettbewerb zwischen Hard- und Software-Modellen.

- Ex-Peloton-Chef wechselt in Strava-Aufsichtsrat
- Strava plant Börsengang im Frühjahr 2026
- Peloton mit Umsatzrückgang, Strava wächst stark
- Nächster Prüfstein sind Pelotons Q2-Zahlen im Februar
Die Aktie des Fitnessgeräteherstellers Peloton startet in die neue Handelswoche mit einer ungewöhnlichen Konkurrenz-Nachricht. Während das Papier am Freitag um 1,86% auf 6,84 Dollar zulegte, sorgt ein Personalwechsel beim Wettbewerber Strava für Aufmerksamkeit. Der frühere Peloton-CEO Barry McCarthy wurde in den Aufsichtsrat der Fitness-Plattform berufen – just als diese ihren Börsengang für 2026 vorbereitet.
Strategischer Wechsel zum Wettbewerber
Das entscheidende Wochenend-Thema für Peloton-Anleger spielt sich außerhalb des eigenen Unternehmens ab. Die Fitness-Tracking-App Strava hat vertraulich die Pläne für einen Börsengang im Frühjahr 2026 eingereicht. In einer strategisch bedeutsamen Personalie holte Strava am Freitag, den 9. Januar, Barry McCarthy in seinen Verwaltungsrat. McCarthy, der Peloton durch die Restrukturierung nach der Pandemie führte, bringt damit umfassende Erfahrung mit Abonnement-Modellen zum Konkurrenten.
Die Entwicklung unterstreicht die unterschiedlichen Wege der beiden Fitness-Unternehmen. Während Peloton seinen Turnaround vorantreibt, expandiert Strava aggressiv. Berichten zufolge steigerte Strava seinen Umsatz 2025 um über 50% und erreichte bei einem Umsatz von knapp unter 500 Millionen Dollar die Profitabilität. Peloton verzeichnete im jüngsten Quartal (Q1 FY26) dagegen einen Umsatzrückgang von 6,0% auf 550,8 Millionen Dollar.
Auch die Bewertungsunterschiede rücken in den Fokus. Peloton hat derzeit eine Marktkapitalisierung von etwa 2,8 Milliarden Dollar. Strava wurde im Mai 2025 mit rund 2,2 Milliarden Dollar bewertet, was bedeutet, dass der software-lastige Konkurrent nach dem Börsengang Pelotons Marktwert direkt herausfordern könnte.
Der Kampf der Geschäftsmodelle
Die Berufung des ehemaligen Peloton-Managers zum Wettbewerber spiegelt den anhaltenden Marktwandel von hardware-lastigen zu software-zentrierten Geschäftsmodellen wider. Peloton hat im vergangenen Geschäftsjahr seine Operationen verschlankt – mit Kostensenkungen und der Stabilisierung des Cashflows. Strava expandierte derweil durch strategische Zukäufe, darunter die Übernahme der Trainings-App Runna im April 2025, und stärkte so seine Coaching-Angebote ohne die Kosten für die Hardware-Produktion.
Pelotons Aktienperformance zeigt diese Konsolidierungsphase. Die Aktie handelte in den letzten 52 Wochen zwischen 4,63 und 10,25 Dollar. Der Schlusskurs vom Freitag bei 6,84 Dollar liegt etwa in der Mitte dieser Spanne. Das Unternehmen hat seine Ertragslage im Vergleich zu den Krisenjahren deutlich stabilisiert und im ersten Quartal einen Gewinn je Aktie von 0,03 Dollar erzielt. Das Fehlen von Umsatzwachstum bleibt jedoch eine zentrale Sorge für Investoren, die Peloton mit wachstumsstarken Wettbewerbern wie Strava vergleichen.
Nächster Prüfstein: Quartalszahlen
Der nächste wichtige Termin für Peloton ist die Veröffentlichung der Ergebnisse für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026 am 10. Februar 2026. Dieser Bericht wird zeigen, ob das Unternehmen den Umsatzrückgang stoppen kann. Analysten erwarten derzeit einen Jahresgewinn je Aktie von etwa 0,11 Dollar für 2026, was auf eine konsensuale Einschätzung anhaltender, wenn auch bescheidener, Profitabilität hindeutet.
Technisch zeigte die Aktie am Freitag Widerstandsfähigkeit bei einem Handelsvolumen von 11,18 Millionen Titeln. Die unmittelbare Aufmerksamkeit gilt nun der Frage, ob das Papier die Unterstützung bei 6,50 Dollar im Handelsverlauf am Montag halten kann, insbesondere vor dem Hintergrund der zunehmenden Aufmerksamkeit für den geplanten Strava-Börsengang.
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