Pentixapharm Aktie: 20,4 Millionen für Phase-3-Studie
Pentixapharm stockt Kapital auf, um die Phase-3-Studie zu PentixaFor zu finanzieren. Der Großaktionär sichert die volle Ausübung seiner Bezugsrechte zu.

- Kapitalerhöhung um bis zu 11 Millionen Euro
- Erlös fließt in PANDA-Phase-3-Studie
- Großaktionär sichert Bezugsrechte zu
- FDA erteilt Fast-Track-Status für PentixaFor
Pentixapharm sammelt frisches Kapital ein – und der Kurs muss das erst verdauen. Die Aktie schloss am Freitag bei 1,99 Euro, ein Plus von 2,85 Prozent zum Vortag. Auf Monatssicht steht dennoch ein Rückgang von 13,32 Prozent zu Buche. Der Grund: eine große Bezugsrechtskapitalerhöhung, die den kurzfristigen Aufwärtstrend zunächst gebremst hat.
Große Kapitalerhöhung, prominenter Ankerinvestor
Pentixapharm will sein Grundkapital von rund 24,8 Millionen Euro um bis zu 11 Millionen Euro erhöhen. Aktionäre können neue Aktien zu einem Bezugspreis von 1,85 Euro zeichnen. Großaktionär Eckert Wagniskapital und Frühphasenfinanzierung GmbH hält knapp 36 Prozent der Anteile. Das Unternehmen hat sich verpflichtet, seine Bezugsrechte vollständig auszuüben.
Bei vollständiger Platzierung aller neuen Aktien fließen Pentixapharm brutto bis zu 20,4 Millionen Euro zu. Nach Abzug der Transaktionskosten bleiben netto rund 19,8 Millionen Euro übrig. Das Unternehmen will das Geld vor allem in die PANDA-Phase-3-Studie stecken. Auch die Expansion in den US-Markt soll davon profitieren.
PentixaFor soll Bluthochdruck-Diagnose verbessern
Im Zentrum der Studie steht PentixaFor, das am weitesten entwickelte Produkt der Pipeline. Der Diagnostikkandidat richtet sich an Patienten mit schwer einstellbarem Bluthochdruck durch primären Aldosteronismus – einer hormonellen Erkrankung. Sie gilt als häufigste endokrine Ursache für Bluthochdruck, wird aber oft übersehen.
Die Unterscheidung zwischen einseitiger und beidseitiger Erkrankung ist dabei entscheidend. Bei einseitiger Erkrankung reicht meist eine Operation der betroffenen Nebenniere. Bei beidseitiger Erkrankung brauchen Patienten eine lebenslange medikamentöse Therapie. PentixaFor soll diese Unterscheidung per PET/CT-Bildgebung sichtbar machen und so die Behandlungsentscheidung erleichtern.
Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat der Phase-3-Studie bereits grünes Licht gegeben. Zusätzlich erteilte sie dem Programm den Fast-Track-Status. Peer-reviewte Phase-2-Daten stützen den klinischen Ansatz zusätzlich. Marktbeobachter sehen das Unternehmen damit auf einem guten Weg zu einer angestrebten US-Zulassung bis 2030.
Mögliche Partnerschaften als weiterer Hebel
Vor der angestrebten Zulassung könnte Pentixapharm bereits strategische Partnerschaften für die spätere Vermarktung schließen. Nach eigenen Angaben laufen entsprechende Gespräche bereits. Solche Deals könnten zusätzliche Mittelzuflüsse über Meilensteinzahlungen bringen. Konkrete Vertragsabschlüsse gibt es aber noch nicht.
Verwässerung mit Zweckbindung
Ein Marktkommentar ordnet die Kapitalerhöhung differenziert ein: Die Frage sei nicht, ob neue Aktien entstehen, sondern wofür das Kapital verwendet wird. Fließt das Geld in eine FDA-freigegebene Phase-3-Studie, steigt gleichzeitig der potenzielle Unternehmenswert. Die Zusage des Großaktionärs, seine Bezugsrechte voll auszuüben, wertet der Kommentator als Vertrauenssignal.
Trotz der Schwäche der vergangenen Wochen steht die Aktie auf Jahressicht mit 33,22 Prozent im Plus. Die Volatilität der letzten 30 Tage liegt bei 56,22 Prozent annualisiert – typisch für einen Biotech-Titel in dieser Phase. Solange die Kapitalmaßnahme läuft, dürften die Kursschwankungen anhalten.
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