PepsiCo Aktie: Billigsnacks, schwache Heimat
Internationale Märkte stützen PepsiCos Umsatz, während die Nordamerika-Schwäche die Gewinnperspektive für 2026 deutlich einengt.

- Umsatz steigt auf 25,3 Milliarden Dollar
- Organisches Erlösplus beträgt gut drei Prozent
- Gewinnziel für 2026 auf ein bis zwei Prozent gesenkt
- Weitere Einsparungen in Nordamerika geplant
PepsiCo übertrifft im dritten Quartal die Erwartungen und senkt trotzdem das Gewinnziel. Das Auslandsgeschäft läuft, die Heimat bremst. Konzernchef Ramon Laguarta räumt ein, dass sich Nordamerika schlechter entwickelt hat als geplant.
Wachstum kommt aus dem Ausland
Der Umsatz stieg um knapp sechs Prozent auf 25,3 Milliarden Dollar. Getragen wurde das Plus von Lateinamerika, dem asiatisch-pazifischen Raum und der Region Europa, Naher Osten und Afrika. Rund 41 Prozent der Erlöse stammen in diesem Jahr bislang aus dem internationalen Geschäft.
Ein Teil des Zuwachses geht allerdings auf Übernahmen und Wechselkurseffekte zurück. Organisch legten die Erlöse nur um gut drei Prozent zu.
Der operative Kerngewinn kletterte um drei Prozent auf knapp 4,3 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag mit 2,34 Dollar zwei Prozent höher und über den Analystenerwartungen.
Nordamerika zieht die Prognose nach unten
Die Schwäche im Heimatmarkt wiegt schwerer als der Quartalsbeat. Die Getränkesparte in Nordamerika schrumpft weiter. PepsiCo versucht gegenzusteuern, etwa mit Innovationen bei den Zutaten und mehr Werbung. Im Februar senkte der Konzern zudem die Preise für bestimmte mittelgroße Packungen seiner wichtigsten Snackmarken.
Höhere Produktionskosten und die nachlassende Kauflaune der Verbraucher belasten parallel dazu die Marge. Der Konzern erwartet für 2026 nun nur noch ein währungsbereinigtes Plus beim bereinigten Gewinn je Aktie von ein bis zwei Prozent. Zuvor hatte PepsiCo die Untergrenze einer Spanne von vier bis sechs Prozent angepeilt. Die Kürzung kommt mit einem Quartal Vorlauf bis zum Jahresende.
Laguarta verwies auf „erhebliches Verbesserungspotenzial“ in Nordamerika. Weitere Sparmöglichkeiten seien bereits identifiziert und sollen in den kommenden Monaten umgesetzt werden.
Was der Markt jetzt sucht
Das Muster ist klar: Das Ausland liefert Wachstum, die Marge im wichtigsten Einzelmarkt leidet. Ob die Preissenkungen bei Snacks Absatz zurückbringen, ohne die Profitabilität weiter zu drücken, ist die zentrale Frage der Bewertung.
Heute um 10 Uhr US-Ostküstenzeit gibt Laguarta ein Interview. Dabei dürfte er zu den Sparplänen und zum Zeitplan für die Erholung in Nordamerika Stellung nehmen.
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