PepsiCo Aktie: Doritos-Strategie unter Druck?
Schwächere Getränkemengen und höhere Kosten belasten PepsiCo; Citigroup senkte das Kursziel bei unveränderter Neutral-Einstufung.

- Einstellige Preisanhebungen für ausgewählte Produkte geplant
- Zusätzliche strukturelle Einsparungen angekündigt
- Getränkeabsatz im dritten Quartal um zwei Prozent gesunken
- Citigroup senkte Kursziel auf 135 Dollar
PepsiCo begegnet dem anhaltenden Kostendruck und schwächeren Absätzen im nordamerikanischen Markt mit gezielten Preisanpassungen. Wie die Nachrichtenagentur AP berichtete, plant der Konzern prozentual einstellige Preiserhöhungen bei ausgewählten Snacks und Getränken.
Betroffen sind unter anderem Marken wie Doritos, Ruffles und SunChips sowie einzelne Limonadensorten. Das Unternehmen begründete den Schritt mit gestiegenen Aufwendungen für Treibstoff, Aluminium sowie landwirtschaftliche Rohstoffe.
Die Maßnahme folgt auf eine spürbare Eintrübung der Nachfrage in Nordamerika. Um den Margenverfall zu stoppen, kündigte der Konsumgüterhersteller zudem an, in den kommenden Monaten zusätzliche strukturelle Kostensenkungen umzusetzen. Neben diesen Einsparungen soll ein geschärfter operativer Fokus dafür sorgen, die Kundenbindung bei den etablierten Kernmarken wieder zu festigen.
Volumenrückgänge belasten das Nordamerika-Geschäft
Besonders das nordamerikanische Getränkegeschäft geriet zuletzt unter Druck. Das Absatzvolumen sank dort im dritten Quartal um 2 Prozent, während der Rückgang seit Jahresbeginn bei 3 Prozent liegt. Medienberichten zufolge kündigte CEO Ramon Laguarta an, die Entwicklung bei Erfrischungsgetränken gezielt durch höhere Marketinginvestitionen, fokussierte Innovationen und eine stärkere Umsetzung im Handel verbessern zu wollen.
Die veränderten Konsummuster und das vorsichtige Konsumklima stellen den Konzern vor anhaltende Herausforderungen. Reuters hatte bereits im Vorfeld der jüngsten Entwicklungen auf die Risiken für die Erholungsziele hingewiesen. Neben den höheren Inputkosten und dem Margendruck belasten dabei auch Nachfragesorgen im Zusammenhang mit GLP-1-Präparaten die Perspektiven im Snack- und Getränkebereich.
Zurückhaltung an den Finanzmärkten
Die operative Schwächephase hinterlässt deutliche Spuren am Aktienmarkt. Am Freitag ging das Papier bei 112,50 Euro aus dem Handel, was einem Tagesverlust von 1,5 Prozent entspricht. Damit notiert der Wert nur noch 2,1 Prozent über seinem 52-Wochen-Tief.
Die Skepsis der Investoren speist sich vor allem aus der Frage, wie schnell die Preisanhebungen und Marketinginitiativen greifen werden. Höhere Verkaufspreise bergen in einem preissensiblen Marktumfeld stets die Gefahr, dass Kunden abwandern und sich die Volumenverluste bei Snacks und Getränken weiter beschleunigen. Für eine nachhaltige Trendwende muss das Unternehmen beweisen, dass die Nachfrage trotz höherer Preise stabil bleibt.
Vor diesem Hintergrund reagieren auch Marktbeobachter vorsichtig. Citigroup bestätigte gestern die Einstufung für die Aktie mit „Neutral“, reduzierte das Kursziel jedoch von 142 auf 135 Dollar. Die Experten tragen damit den anhaltenden Risiken für die Margenentwicklung Rechnung.
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